Tabak krass radioaktiv - Griechische Forscher entdeckten, dass Zigarettentabak stärker radioaktiv strahlt, als Planzenblätter in Tschernobyl. Konkret geht es um die natürliche Belastung des Tabaks mit Polonium und Radium. Nach Untersuchungen des Forschers Constantin Papastefanou von der Aristoteles Universität in Thessaloniki, ist die Radioaktivität bis zu tausend Mal höher als jene durch Caesium-137 in Blättern von Tschernobyl, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist. Papastefanou interessierte sich insbesondere dafür, wie viel Radioaktivität ein Raucher, der 30 Zigaretten pro Tag raucht, zu sich nimmt. Dabei ergab sich eine Dosis von 251 Micro-Sieverts pro Jahr, verglichen mit 0,199 aus den Blättern rund um das ukrainische Kernkraftwerk.
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Tabak krass radioaktiv

2007/06/06 10:53

Pressemeldung von:
pte online/ Livenet
Griechische Forscher entdeckten, dass Zigarettentabak stärker radioaktiv strahlt,
als Planzenblätter in Tschernobyl. Konkret geht es um die natürliche Belastung des Tabaks mit Polonium und Radium. Nach Untersuchungen des Forschers Constantin Papastefanou von der Aristoteles Universität in Thessaloniki, ist die Radioaktivität bis zu tausend Mal höher als jene durch Caesium-137 in Blättern von Tschernobyl, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist.

Papastefanou interessierte sich insbesondere dafür, wie viel Radioaktivität ein Raucher, der 30 Zigaretten pro
Tabak krass radioaktiv
Tag raucht, zu sich nimmt. Dabei ergab sich eine Dosis von 251 Micro-Sieverts pro Jahr, verglichen mit 0,199 aus den Blättern rund um das ukrainische Kernkraftwerk. Obwohl die Radioaktivitätsbelastung aus dem Tabakgenuss nur etwa zehn Prozent der normalen Strahlungen, der ein Mensch aus natürlichen Quellen ausgesetzt ist, ausmacht, warnt der Forscher vor den Schäden. "Viele Wissenschaftler gehen sogar davon aus, dass der Krebstod bei Rauchern durch diese Radioaktivität hervorgerufen wird – und nicht durch Nikotin und Teer", meint der Wissenschaftler.

Dass das radioaktive Isotop Polonium 210 in Tabakpflanzen enthalten ist, haben britische Forscher bereits 1965 nachgewiesen. Etwa 25 Jahre später entdeckten finnische Forscher auch Plutonium im Tabak. Ein starker Raucher verpasst seinen Bronchien jedenfalls die gleiche Strahlenmenge, die bei 250 Röntgenaufnahmen in der Lunge entstehen würde. Mediziner sind überzeugt, dass die Strahlendosis von 80 Millirem, die ein durchschnittlicher Raucher in zehn Jahren aufnimmt, zum Wuchern von bösartigen Tumoren führen kann. Das Polonium gelangt sowohl über den Phosphatdünger als auch über die Luft in die Tabakpflanze.



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