TV-Zapping mit dem eigenen Kissen
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Pressemeldung von:
Frank-Michael Rall
Die hektische Suche im Wohnzimmer könnte bald der Vergangenheit angehören: Der Aachener Maschinenbaustudent Ulrich Koßmann hat ein praktisches High-Tech-Kissen erfunden, in das eine TV-Fernbedienung mit insgesamt 19 weißen Tasten aus Stoff - und für alle gängigen Fernsehgeräte geeignet - eingebaut wurde. Der notwendige Strom fließt dabei nicht durch harte Drähte, sondern durch metallbeschichtetes sowie waschbares Garn. Somit lässt sich das mittlerweile patentierte Vorzeigeprodukt am Institut für Textiltechnik in Aachen (ITA) http://www.rwth-aachen.de nach dem Zapping durch die
diversen Sender bequem hinter den Rücken schieben.
Die Idee kam dem 25-Jährigen im Rahmen einer Studienarbeit. Insgesamt zehn Monate tüftelte und schneiderte Koßmann an seinem Kissen, bis nach langer Handarbeit die gewünschte Qualität für die ersten 100 Exemplare erreicht war. Der Jung-Akademiker hat dafür bereits einen Förderpreis erhalten. In Zukunft soll die Kissenfernbedienung im Handel angeboten werden. Um die ungewöhnliche Fernbedienung auch mit einer Garantie für den Käufer ausstatten zu können, werden die Tasten übrigens in mehrstündigen Belastungstests geprüft. Die nicht spürbaren Elektronik-Bausteine liefert ein externer Partner, das Kissen wird in Eigenregie genäht und produziert. "Durch einen Gleichgewichtssensor können wir zum Energiesparen beitragen. Wenn das Kissen vom Benutzer umgedreht wird, ist es sozusagen ausgeschaltet und als gemütliche Unterlage geeignet. Nur auf der Seite mit den Tasten, darunter auch ein Knopf für Videotext, kann der Fernseher auch bedient werden", erläutert Koßmann gegenüber pressetext. Um im Handel mit seinem 35x35 Zentimeter großen Produkt bestehen zu können, hat er nach Angaben der "Kölnischen Rundschau" bereits ein kleines Mitarbeiterteam um sich formiert, das sich neben der technischen Weiterentwicklung auch um den Einkauf der Materialien kümmert. Die professionelle Buchhaltung hat vor kurzem eine BWL-Studentin übernommen. Koßmann selbst kann übrigens die Vorzüge seiner eigenen Erfindung momentan nicht auskosten - er hat gar keinen Fernseher in seinen eigenen vier Wänden.
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