"Stop Piracy": Schweiz forciert Kampf gegen Raubkopien
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Pressemeldung von:
Claude Weill
Plattform gegen Fälschung und Piraterie
gegründet Um besser gegen Fälscher und Raubkopierer vorgehen zu können, haben Schweizer Verwaltungsstellen, Verbände und Firmen der betroffenen Branchen die Plattform "Stop Piracy" http://www.stop-piracy.ch gegründet. Bei der Lancierung der Kampagne am Dienstag in Zürich hat Bundesrat Christoph Blocher hervorgehoben, wie wichtig der Schutz des Geistigen Eigentums ist. Gleichzeitig wies er auf die mit Fälschungen zusammenhängenden Sicherheits- und Gesundheitsrisiken hin. So gefährden etwa gefälschte Medikamente oder
nachgemachte Haushaltapparate die Sicherheit und die körperliche Unversehrtheit der Konsumenten. In wirtschaftlicher Hinsicht führt die Verletzung der Regeln des Geistigen Eigentums bei den Unternehmen nicht nur zu direkten Umsatzeinbussen, sondern sie reduzieren auch die Anreize für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Gemäss einer Schätzung der Wirtschaftszeitung "Cash" verlieren Schweizer Firmen jährlich durch Fälschung und Piraterie zwei Mrd. Franken - Tendenz zunehmend.
Weil Gesetze alleine nicht genügen, sind das Eidgenössische Institut für Geistiges Eigentum (IGE) http://www.ige.ch und das Schweizer Komitee der Internationalen Handelskammer (ICC) http://www.icc-switzerland.ch eine Public-Private-Partnership eingegangen und haben die Schweizer Plattform gegen Fälschung und Piraterie gegründet. Deren breit abgestützte Mitgliedschaft umfasst die mit dem Problem konfrontierten Verwaltungsstellen (wie z.B. die Oberzolldirektion oder swissmedic) sowie Verbände und Firmen der betroffenen Branchen. Mit einer nationalen Plakatkampagne will "Stop Piracy" die Schweizer Öffentlichkeit für das Problem der Fälschung und Piraterie sensibilisieren. Die Kampagne läuft dieser Tage an. Wie Jürg Herren, Leiter Rechtsdienst allgemeines Recht vom IGE, gegenüber pressetext Schweiz ausführt, geht es auch darum bei den Konsumenten das Unrechtsbewusstsein für Fälschungen und Raubkopien zu schärfen. Das drängt sich insbesondere beim Kopieren von Software auf. "Daten- und Softwareklau gelten nach landläufiger Auffassung immer noch als Kavaliersdelikt", erklärt Jürg Herren. In der Schweiz wurde 2005 jede vierte Software illegal erworben oder kopiert. Durch die Raubkopien entgingen den Herstellern allein in der Schweiz 462 Mio. Franken. Die Schweizer Uhrenindustrie ihrerseits ist eine der am meist betroffenen Branchen, wenn es um Fälschungen geht. Hier soll die Schweizer Bevölkerung mit der Kampagne vor allem für die sozialen Auswirkungen der Fälschungen sensibilisiert werden. Werden doch die gefälschten Uhren in aller Regel unter unzumutbaren Arbeitsbedingungen in Drittweltländern hergestellt. Neben der Öffentlichkeitsarbeit wollen die Initianten von "Stop Piracy" auf einer elektronischen Extranet-Plattform nützliche Informationen austauschen. Auch will man Schweizer Vertretungen im Ausland in die Aktivitäten von "Stop Piracy" einbeziehen. Dadurch sollen betroffene Unternehmen künftig bei konkreten Fälschungsfällen schneller und effizienter vor Ort intervenieren können.
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