Sperma kann Gebärmutterhalskrebs verstärken
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Pressemeldung von:
Michaela Monschein
Prostaglandin fördert Wachstum von Tumorzellen
Das Wachstum von Gebärmutterhals- und Gebärmutterkrebs könnte durch ein Hormon ähnliches Molekül im Sperma verstärkt werden. Wissenschaftler des Medical Research Council http://www.mrc.ac.uk haben herausgefunden, dass die extreme hohen Prostaglandin-Werte das Tumorwachstum begünstigten. Der leitende Wissenschaftler Henry Jabbour riet Frauen, die an einer der beiden Krebsarten leiden, ihre Partner zu ersuchen Kondome zu verwenden. Der Krebsexperte John Toy von Cancer Research UK http://www.cancerresearchuk.org erklärte, dass
die Wahrscheinlichkeit, dass ungeschützter Sex den Ausgang der Erkrankung beeinflusse, gering sei und dass Frauen mit einer entsprechenden Diagnose ohnehin die bestmögliche Behandlung erhalten würden. Viel wichtiger sei es, dass Frauen regelmäßig einen Abstrich machen ließen. Gebärmutterhalskrebs wird normalerweise durch das Human Papilloma Virus ausgelöst. Dabei handelt es sich laut BBC um die bei Frauen unter 35 Jahren am zweithäufigsten auftretende Krebsart.
Wissenschaftler gehen davon aus, dass weitere Faktoren dafür verantwortlich sind, dass aus einer Virusinfektion eine Krebserkrankung entsteht. Prostaglandin kommt natürlich in den Zellen vor, die die weiblichen Fortpflanzungsorgane auskleiden. Es ist für die Regulierung des Zellwachstums verantwortlich und für die Verdickung oder Abstoßung der Schleimhaut der Gebärmutter während des Menstruationszyklus. Die Konzentration von von Prostaglandin im Sperma ist 1.000 Mal so hoch. Die Tumorzellen von Gebärmutterhals- und Gebärmutterkrebs verfügen an ihrer Oberfläche über Prostaglandin-Rezeptor-Moleküle. Das MRC-Team setzte kanzeröses Gewebe Prostaglandin aus. Es zeigte sich, dass die Zufuhr von Prostaglandin die normale Signalübertragung zwischen den Zellen erhöhte. Diese hohen Werte lösen neue Signalkaskaden aus, die unter Umständen zu einer Verstärkung des Tumorwachstums führen können. Diese Forschungsergebnisse könnten laut den Wissenschaftlern zu einem Behandlungsansatz führen, der verhindert, dass das Prostaglandin die Rezeptoren der Tumorzellen erreicht und damit das Fortschreiten einer Krebserkrankung verlangsamen.
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