Schweizer Arbeitsbedingungen im europäischen Vergleich top
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Pressemeldung von:
Claude Weill
91 Prozent mit Arbeit zufrieden
Die Arbeitsbedingungen in der Schweiz sind im europäischen Vergleich top. Das zeigt eine Umfrage der Europäischen Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen http://eurofound.europa.eu/ in 31 europäischen Ländern. Die Studie wird seit 1990 alle fünf Jahre durchgeführt - erstmals hat nun aber die Schweiz auf Initiative des Staatssekretariats für Wirtschaft Seco http://www.seco.admin.ch/ und in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Nordwestschweiz http://www.fhnw.ch/ an der Erhebung teilgenommen. Bisher hatten laut Rita
Baldegger, Mediensprecherin des Seco, in der Schweiz umfassende und international vergleichbare Daten über die hiesigen Arbeitsbedingungen gefehlt. Die Umfrage für das Jahr 2005 vermittelt einen Überblick über die aktuellen Arbeitsbedingungen in 31 europäischen Ländern und umfasst Themen wie Gesundheit, Arbeitsorganisation, Arbeitszeit, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, ältere Erwerbstätige und Weiterbildungsmöglichkeiten.
Die repräsentative Umfrage http://www.news-service.admin.ch/NSBSubscriber/message/attachments/8007.pdf zeigt, dass mit 91 Prozent die Arbeitszufriedenheit in der Schweiz überdurchschnittlich hoch ist. Nur Norwegen, Dänemark und Grossbritannien erreichen noch bessere Werte. Bei den Gesundheitsbeschwerden wie bei den physischen Gesundheitsbelastungen liegen die Schweizer Werte deutlich unter dem europäischen Schnitt. Während im europäischen Mittel 31 Prozent der Befragten ihre Gesundheit oder Sicherheit durch Arbeit gefährdet sehen, sind es in der Schweiz nur 22 Prozent. Nur in Deutschland, Norwegen und Grossbritannien wurden (im Durchschnitt) tiefere Werte ermittelt. Bei den Gesundheitsbeeinträchtigungen - das sind Arbeitsfaktoren, die sich eher langfristig ungünstig auswirken - figuriert die Schweiz unter den Ländern mit den geringsten Werten. Während 24 Prozent der übrigen Europäer über "allgemeine Erschöpfung" klagen, sind es in der Schweiz nur 11 Prozent. 88 Prozent der Befragten geben an, dass sich ihre Arbeitszeiten im Allgemeinen gut oder sehr gut mit familiären oder sozialen Verpflichtungen verbinden lassen. Hier sticht die Schweiz im Vergleich mit ihren europäischen Nachbarländern nicht besonders heraus. Die Work-Life-Balance scheint auch in Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich gut bis sehr gut intakt zu sein. Die Studie soll nach Angaben des Seco dazu beitragen, die Tätigkeit der Schweizer Arbeitsinspektoren zu unterstützen und als Grundlage für weitere Forschungen dienen.
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