Schweizer Arbeitnehmende grundsätzlich mit Chefs zufrieden
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Pressemeldung von:
Claude Weill
Interne Kommunikation
jedoch verbesserungswürdig Gemäss einer internationalen Umfrage des Stellenvermittlers Kelly Services Inc. http://www.kellyservices.com sind die Schweizer Arbeitnehmer in allen Landesteilen grundsätzlich zufrieden mit ihren Vorgesetzten. Schlechtere Noten erhalten die Chefs bezüglich ihrer Kommunikationsfähigkeit. Nur die Hälfte der Arbeitnehmenden erhält Anerkennung für gute Leistungen. Dies sind die Kernaussagen der Untersuchung, welche von Kelly Services in 28 Ländern weltweit erstmals durchgeführt wurde. Ziel der Untersuchung war es,
Meinungen und Einstellungen zu Vorgesetzten zu erfassen. "Wir wollten den Unternehmen einen Ansporn geben darüber nachzudenken, wo noch Verbesserungspotenzial im Umgang mit den Mitarbeitern liegt", erklärt Gabriella Müller, Director Marketing von Kelly Services (Schweiz) gegenüber pressetext.
Befragt wurden die rund 2.500 Schweizer Teilnehmenden über die Kommunikationsfähigkeit ihrer Chefs, die Führungsqualitäten, Teamgeist und Bereitschaft zum Delegieren von Aufgaben. Ebenfalls befragt wurden sie bezüglich Anerkennung von guten Leistungen und ihrer Präferenzen für männliche oder weibliche Vorgesetzte. Die Bewertungsskala betrug eins bis zehn, wobei eins für "sehr schlecht" und zehn für "sehr gut" stand. Mit einem Gesamtdurchschnitt von 6,6 Punkten stehen die Schweizer Chefs auf internationaler Ebene an 17. Stelle. Innerhalb Europa sind sie an siebter Stelle nach Irland, Belgien, Holland, England Norwegen und Russland. Die deutschen Arbeitnehmer haben ihre Chefs auf Platz 25 verwiesen. In Österreich wurde die Enquète nicht durchgeführt. Die schlechtesten Noten erhielten die Vorgesetzten in Italien, Schweden und der Türkei. Anzumerken ist, dass die Bandbreite bei den Bewertungen nur von 6,1 bis 7,6 reicht. In keinem Land wurden demnach Vorgesetzte sehr schlecht bzw. sehr gut beurteilt. Schweizer Frauen und Männer beurteilen ihre Chefs in einzelnen Kriterien praktisch identisch. Jedoch bestehen Unterschiede in den verschiedenen Altersgruppen; mit zunehmendem Alter wird die Beurteilung kritischer. Jüngere Schweizer Arbeitnehmende in der Altersgruppe von 16 - 35 Jahren bewerten ihre Vorgesetzten durchwegs positiver als ältere Kollegen. Am schlechtesten schneiden die Chefs in der Altersgruppe ab 55 Jahren ab. Die grössten Probleme sehen die Schweizer Arbeitnehmer bei ihren Vorgesetzten in der Kommunikation. Dieses Phänomen ist auch international festzustellen. Bessere Noten erhalten Chefs für das Delegieren von Aufgaben, für die Führungsqualitäten und den Teamgeist. In allen vier Beurteilungspunkten sind junge Arbeitnehmende bis 24 Jahre am meisten zufrieden. Auf die verschiedenen Branchen bezogen, ist die Zufriedenheit der Arbeitnehmenden für die Vorgesetzten in den öffentlichen Verwaltungen am höchsten, gefolgt vom Pharmabereich und vom Finanz- und Ingenieurwesen. Am schlechtesten schneiden die Vorgesetzten in der Transportbranche ab. Nur gerade 18,8 Prozent der Befragten werden für gute Leistungen in Form von Anerkennung regelmässig gelobt. Bei 32,6 Prozent werden gute Leistungen ab und zu anerkannt, und fast 40 Prozent werden nie oder fast nie gelobt. Auf die Frage, ob ein Mann oder eine Frau der bessere Vorgesetzte sei, erklärten 74,5 Prozent der Befragten, dass das Geschlecht keine Rolle spiele; 17 Prozent bevorzugen einen männlichen Vorgesetzten und acht Prozent einen weiblichen Chef. Signifikante Unterschiede in der Beurteilung von Frauen bestehen jedoch in den verschiedenen Altersgruppen. Bei den 25 - 34-Jährigen bevorzugen nur knapp sieben Prozent eine Frau als Vorgesetzte; in der Gruppe ab 55 Jahren sind es nur 3,8 Prozent. "Die Umfrage zeigt, dass die Schweizer Vorgesetzten insgesamt respektable Noten erhalten, die Kommunikation aber verbessert werden sollte", erklärt Leif Agnéus, Generaldirektor von Kelly Services (Schweiz). "Die interne Kommunikation wird in vielen Unternehmen noch immer vernachlässigt. Auch die Anerkennung von guten Leistungen ist sehr wichtig. Hier besteht noch bedeutender Nachholungsbedarf. Viele Vorgesetzte unterschätzen die psychologische Wirkung eines Lobes für gute Arbeit; es erhöht die Motivation und die Leistungsbereitschaft der Untergebenen."
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