Schengen: Grenzöffnung weckt neue Wirtschaftskräfte
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Pressemeldung von:
Jörn Brien
Freeport International Outlet rechnet mit satten Kundenzuwächsen
Die Erweiterung des Schengen-Raums um die neuen EU-Mitglieder Tschechien, Slowakei, Polen, Ungarn, Slowenien, Estland, Lettland, Litauen und Malta soll bei der Wirtschaft in den Grenzregionen für klingelnde Kassen sorgen. Wenn ab heute, Freitag, Barrieren und Grenzkontrollen verschwinden, rechnen viele Händler dort mit einem kräftigen Anstieg der Besucherzahlen. "Unsere Kundenzahlen werden sich unseren Schätzungen zufolge um zehn bis 15 Prozent erhöhen", meint etwa Vladislav Hübsch, Center Director des
Freeport International Outlets http://www.freeport.at am österreich-tschechischen Grenzübergang Kleinhaugsdorf, im Gespräch mit pressetext.
"Es gibt Kunden, die bisher nicht zu uns gekommen sind, weil sie an der Grenze kontrolliert werden. Das ist mit dem Wegfall der Grenzkontrollen vorbei", so Hübsch. Ohnehin erfahren die Outlet-Center, die aufgrund ihrer Lage fern von den Stadtzentren bei Raumplanern für massive Kritik sorgen, derzeit einen anhaltenden Boom. Im Freeport International Outlet hat sich allein die Kundenzahl im November im Vergleich zum Vorjahresmonat um 32 Prozent erhöht. Der Umsatz kletterte um rund 30 Prozent. Am vergangenen Samstag hat das Unternehmen eigenen Angaben zufolge das beste Ergebnis der Konzerngeschichte erzielt. Zu konkreten Zahlen hält sich die Freeport-Gruppe bedeckt. "Wir haben in den letzten sechs, sieben Monaten unsere Strategie auf dem österreichischen Markt verändert", erklärt Hübsch gegenüber pressetext das Erfolgsrezept. Die Verkaufsfläche sei kleiner und gemütlicher, die Waren hochwertiger. "Wir wollen nicht mit Billigpreisen punkten sondern Qualität zu einem guten Preis verkaufen", so Hübsch. Neben Österreichern - Wien liegt etwa eine Autostunde entfernt - zielt das Einkaufszentrum auf Tschechen, Slowaken und andere Reisende ab. Rund die Hälfte der Kunden kommt aus der Tschechischen Republik, etwa 45 Prozent sind Österreicher. Der Freeport-Konzern, der sich derzeit mitten in der Übernahme durch die Carlyle Group befindet, setzt auch außerhalb Österreichs auf Expansion. "Wir sind auf der Suche nach neuen Standorten, derzeit gibt es aber noch keine konkreten Pläne für ein neues Center", sagt Hübsch. Insgesamt betreibt das Unternehmen zwei weitere Center in Portugal und Schweden. Ein weiteres - im französischen Roppenheim nahe der deutschen Grenze - befindet sich gerade im Bau. "Freeport treibt seine Expansion europaweit voran, auch in Richtung Osten, aber überlegt", betont Hübsch abschließend gegenüber pressetext.
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