Rembrandt-Jahr 2006 mit ambitionierten Sonderausstellungen
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Pressemeldung von:
Frank-Michael Rall
Vor allem seine gemalten oder radierten Selbstporträts mit Barett oder Samtumhang gelangten zu weltweiter Berühmtheit: Das niederländische Maler-Genie Rembrandt Harmensz van Rijn wird zum Gedenken an seinen 400. Geburtstag im Juli 1606 in diesem Jahr mit einer wahren Flut an Sonderausstellungen geehrt. Dabei finden die beiden wichtigsten Schauen mit Werken des barocken Meisters im "Van Gogh"-Museum http://www.vangoghmuseum.nl in Amsterdam, wo seit Ende Februar viele gelungene Beispiele für sein perfektes Spiel mit Licht und Schatten hängen, sowie im Berliner Kulturforum statt, das von
August bis November die bedeutendste Rembrandt-Sammlung außerhalb seiner Heimatgrenzen mit Werken wie "Genie auf der Suche" präsentiert.
Als sein in der breiten Öffentlichkeit sicherlich bekanntestes Bild gilt "Die Nachtwache" (1642) mit den gewaltigen Maßen von 3,63 x 4,38 Metern, das längst nationalen Symbolcharakter besitzt und sich in seinem langjährigen Wohnort Amsterdam befindet. Dort hatte der im Oktober 1669 verarmt verstorbene Künstler einst bei Pieter Lastmann studiert und seit 1631 im Alter von 22 Jahren auch ein eigenes Atelier besessen. Durch den Kauf eines stattlichen Hauses für sich und seine Familie und aufgrund seiner hohen Sammelleidenschaft für Antiquitäten manövrierte sich Rembrandt jedoch in die Schuldenfalle und musste 1656 sogar Bankrott anmelden. So entstand der bis heute in der Kunstszene vorherrschende Ruf eines vereinsamten und verkannten Außenseiters, den viele Experten allerdings auch als cleveren Selbstvermarktungsstrategen titulieren. Weitere ambitionierte Ausstellungen sind von Juni bis September im "Mauritshuis" in Den Haag und natürlich in seiner Geburtsstadt Leiden geplant. Auch deutsche Rembrandt-Fans werden bestens bedient: So zeigen die Staatlichen Museen in Kassel von Mai bis August exakt 34 Gemälde und beschäftigen sich außerdem auch mit seinem weniger bekannten Landschafts-Genre. Während die Kunsthalle in Hamburg von April bis Juli der Frage "Pieter Lastmann. In Rembrandts Schatten?" nachgeht, lassen sich noch bis Ende März in der Münchner Pinakothek der Moderne vor allem die von seinen Schülern sehr geschätzten Kupferstiche bestaunen. Bei der Kunstmesse TEFAF vom 10. bis 19. März in Maastricht bietet dagegen die New Yorker Galerie Salander O´Reilly das sich seit 65 Jahren in Privatbesitz befindliche Ölbild "Apostel Jakobus der Ältere" (1661) für die stolze Summe von mindestens 30 Millionen Euro zum Erwerb an. Auf Auktionen ist Rembrandt übrigens eher eine Rarität: In den vergangenen zwei Jahrzehnten wurden nur insgesamt 15 seiner Gemälde versteigert.
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