Rassismusvorwurf gegen Tim und Struppi
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Pressemeldung von:
Linda Osusky
"Kongolesen werden wie Affen und Schwachsinnige dargestellt"
Die Organisation Commission for Racial Equality (CRE) http://www.cre.gov.uk will den 1930 entstandenen Tim-und-Struppi-Band "Tim im Kongo" aus dem Handel verbannen, da darin rassistische Vorurteile geschürt würden. "Die Einheimischen werden wie Affen dargestellt und reden wie Schwachsinnige", so eine Sprecherin von CRE. Die von CRE direkt angesprochene Buchhandelskette Borders http://www.bordersstores.com sieht keinen Grund, den Band aus dem Sortiment zu nehmen, sondern will die Entscheidung den Kunden überlassen.
"Es ist selbstverständlich, dass Tausende unserer Bücher und Musikstücke im Angebot für kontrovers oder anstößig gehalten werden könnten, je nach individuellen politischen Ansichten, Geschmack und Interessen", hält eine Sprecherin von Borders auf BBC entgegen. "Es handelt sich bei Tim und Struppi um eine historische Reihe. Die Frage ist, wie sich der Verlag dazu äußert und ob Kritik aufgegriffen wird", führt Simone Wiegratz, Geschäftsführerin des Antirassistisch-Interkulturellen Informationszentrums in Berlin, im Gespräch mit pressetext aus. Eine Verbannung aus dem Handel hält sie für überzogen. Tatsächlich wurde eine diskriminierende Szene in dem besagten Band vom belgischen Autor Herge nach der Unabhängigkeit des Kongo von Belgien 1960 selbst verändert. Trotzdem enthält der Band nach Ansicht von CRE versteckt rassistische Vorurteile. "Der einzig akzeptable Platz für so etwas wäre im Museum mit einem großen Schild, auf dem steht: altmodisches, rassistisches Geschwätz", so die CRE-Sprecherin.
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