Norwegen: Frauenquoten in den Aufsichtsräten
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Pressemeldung von:
Kristina Sam
Vorbereitungskurse vermitteln die nötigen Skills
Die Aufsichtsräte der norwegischen Aktiengesellschaften müssen ab Januar 2008 einen Frauenanteil von mindestens 40 Prozent aufweisen. Bis zum Jahresende müssen noch 305 Frauen angeworben werden, um die Quote zu erfüllen. Das Schulungsprogramm "Female Future" des Wirtschaftsverbands NHO http://www.nho.no soll die Führungskräfte optimal auf ihre neue berufliche Aufgabe vorbereiten. Bisher haben bereits 500 Frauen und auch einige Männer das Programm in Anspruch genommen, berichtet die Financial Times Deutschland.
Die Frauen werden von ihren Arbeitgebern für die Aufsichtsratslehrgänge ausgewählt und bekommen Unterricht in verschiedenen Fächern wie Aktienrecht, Bilanzlesen und Soft Skills. Auch der Aufbau von persönlichen Netzwerken soll den Teilnehmerinnen näher gebracht werden. Frauen sei oft nicht klar, dass Netzwerke in dieser Position notwendig seien, meint Nina Solli vom NHO. Mit praktischen Übungen sollen sie lernen, wie man wichtige Kontakte knüpft: "Zum Beispiel sollen die Teilnehmerinnen sich Gedanken machen, wer auf einer Konferenz für sie persönlich die wichtigste Person ist. Natürlich ist unser Programm auch ein hervorragendes Netzwerk", erklärt Solli. "Mehr Frauen ist gleich mehr Gewinne", erhofft sich Ansgar Gabrielsen, der das Quotengesetz als Wirtschaftsminister ausgearbeitet hat. Allein schon durch Diversität werde Wohlstand geschaffen, wie er meint. Nordeuropäische Forscher, die sich mit der Zusammensetzung von Aufsichtsräten beschäftigt haben, können das nicht voll unterstützen. Sie sehen keinerlei signifikante positive oder negative Auswirkungen auf Profitabilität und Kursentwicklung. Vielfalt könne aber erreicht werden, ohne Shareholder Value zu zerstören.
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