New York: Bürger sollen Leitungswasser trinken - Wassererzeuger fühlen sich unfair behandelt Die Verwaltung der Stadt New York versucht ihre Bürger davon zu überzeugen, mehr Leitungswasser zu trinken. Eine Werbekampagne rät davon ab, Mineralwasser in Plastikflaschen zu konsumieren, und lädt Restaurants ein, ihr Angebot umzustellen. Einige Lokale in Kalifornien haben bereits damit begonnen, ihren Gästen Leitungswasser anzubieten. New Yorker Gastronomen dürften ihrem Beispiel bald folgen. In Österreich wäre eine solche Kampagne schwer denkbar, erzählt Susanne Brandstetter aus dem Lebensministerium http://www.
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New York: Bürger sollen Leitungswasser trinken

2007/07/11 08:53

Pressemeldung von:
Georg Eckelsberger
Wassererzeuger fühlen sich unfair behandelt

Die Verwaltung der Stadt New York versucht ihre Bürger davon zu überzeugen, mehr Leitungswasser zu trinken. Eine Werbekampagne rät davon ab, Mineralwasser in Plastikflaschen zu konsumieren, und lädt Restaurants ein, ihr Angebot umzustellen. Einige Lokale in Kalifornien haben bereits damit begonnen, ihren Gästen Leitungswasser anzubieten. New Yorker Gastronomen dürften ihrem Beispiel bald folgen. In Österreich wäre eine solche Kampagne schwer denkbar, erzählt Susanne Brandstetter aus dem Lebensministerium
New York: Bürger sollen Leitungswasser trinken
New Yorker sollen mehr Leitungswasser trinken (Foto: Pixelio)
http://www.lebensministerium.at im Gespräch mit pressetext: "Natürlich ist es gut Leitungswasser trinken, aber wir wollen den Menschen nicht vorschreiben, was sie zu tun haben."

Die New Yorker Kampagne solle den Bürgern Geld sparen helfen und Müll vermeiden, lautet das offizielle Argument. Vier von fünf Plastikflaschen landeten in der Natur. Auch die langen Vertriebswege seien ein Problem, denn viele Produkte würden um die halbe Welt transportiert. Die Bottled Water Association (IBWA) http://www.bottledwater.org protestiert gegen das Vorgehen der Stadtverwaltung. Es sei unfair, gerade die Wasserindustrie herauszugreifen, die Recycling und biologisch abbaubare Verpackungen unterstütze.

"Wir wollen auf keinen Fall eine Konkurrenz zwischen Mineralwasser und Leitungswasser aufbauen", erklärt Brandstetter. Im Hinblick auf gesunde Ernährung sei das Trinken von Wasser aber grundsätzlich zu befürworten. "Und wenn kein Leitungswasser verfügbar ist, ist Mineralwasser sehr praktisch. Vor allem für Menschen, die Sport treiben", meint die Expertin aus dem Lebensministerium. "Am Ende ist die Qualität des Wassers entscheidend", erklärt Nicole Hall, Pressesprecherin des Mineralwassererzeugers Vöslauer http://www.voeslauer.com, gegenüber pressetext. Mineralwasser sei in den meisten Fällen einfach gesünder, meint sie. Experten sind in diesem Punkt jedoch geteilter Meinung.

640,9 Mio. Liter Mineralwasser wurden 2006 in Österreich abgesetzt. Jeder Einwohner kam auf einen Verbrauch von 87,3 Litern. In den vergangenen zwanzig Jahren hat sich die Menge fast verdoppelt. Recycling sei natürlich von großer Bedeutung, eine ähnliche Problematik wie in New York gäbe es aber nicht. "Aus unseren Plastikflaschen entstehen wieder neue Flaschen", so Hall.



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