3,9 Mio. irakische Kinder bekommen Masern-Impfung
|
Pressemeldung von:
Michaela Monschein
Instabile politische Lage gefährdet Impfschutz. Eine groß angelegte
Immunsierungskampagne soll im Irak den Ausbruch von Masern verhindern. Die Weltgesundheitsorganisation WHO http://www.who.int/en und die Unicef http://www.unicef.de überwachen die Aktivitäten von 8.000 Freiwilligen, die bis zu 3,9 Mio. Kindern den MRR-Impfstoff verabreichen. Die Kinder im Alter von ein bis fünf Jahren haben aufgrund der instabilen politischen Verhältnisse die Impffristen versäumt. Gesundheitsexperten warnen, dass im Falle einer Epidemie bis zu zehn Prozent der irakischen Kinder sterben könnten.
In Ländern wie Großbritannien gelten Masern oft als vergleichsweise harmlose Kinderkrankheit. Dennoch sterben weltweit mehr Kinder an dieser Krankheit als an jeder anderen, die durch eine Impfung verhindert werden kann. Das irakische Gesundheitsministerium organisiert eine zwei Wochen dauernde Impfkampagne gegen Masern, Mumps und Röteln, die von der Europäische Kommission http://ec.europa.eu mitfinanziert wird. Naeema Al-Ghasser, die Irakbeauftragte der WHO, erklärte, dass alle Kinder im Irak im Alter von 12 bis 59 Monaten immunisiert werden müssten, auch wenn sie bereits eine Impfung erhalten haben. "Der Impfstoff ist sicher und wirksam und ermöglicht eine lebenslange Immunisierung gegen Masern." Die Kampagne ist Teil eines Plans der irakischen Regierung zur Ausrottung der Masern. Bisher ist es gelungen, die Anzahl der Erkrankungen um das Zwanzigfache zu verringern. Erkrankten 2004 noch 9.181 Kinder, waren es im letzten Jahr weniger als 500. Die immer größer werdenden humanitären Probleme haben die Risiken für die Impfenden immer größer gemacht. Zusätzlich wird es immer schwieriger, die Anzahl der zu impfenden Kinder zu ermitteln. Besonders schwierig dürfte es laut BBC werden, die Kinder in den am meisten gefährdeten Gebieten von Bagdad, Diyala und Anbar zu erreichen. Die Unicef forderte kürzlich mehr Mittel für ihre Aktivitäten im Irak. Für den Anfang würden dringend 20 Millionen Dollar gebraucht. Bisher seien nur elf Prozent dieser Summe eingetroffen.
Kontakt zum Autor des Artikels:
E-Mail:
Kontakt aufnehmen
|
zurück zur Kategorieseite: Gesundheit / Prävention und Gesundheitserziehung
Dieser Artikel wurde 402 Mal gelesen
Andere Artikel dieses Autors:
- "Sicheres" Ebola-Virus für Forschungszwecke hergestellt
- Männer sind lustiger als Frauen
- Gentherapie eröffnet Behandlungsmöglichkeit für Fragiles-X-Syndrom
- Sonnenmangel verstärkt Lungenkrebsrisiko
- Erklärung für unwirksames Medikament bei Eierstockkrebs
- Studie: Rauchen erhöht Diabetes-Risiko
- Fettleibigkeit erhöht das Risiko von Zahnfleischerkrankungen
- Genetische Veranlagung zu Großzügigkeit
- 200 Millionen Dollar für den Kampf gegen Kinderlähmung
- Durchbruch: Haut in Stammzellen umgewandelt
- mehr...