Mini-Windrad lädt Handy auf
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Pressemeldung von:
Jörn Brien
Festivalbesucher profitieren von leichter Installation auf dem Zelt. Wenn sich
am Donnerstagabend die Pforten für das legendäre Musikfestival Glastonbury http://www.glastonburyfestivals.co.uk öffnen, könnten einige Besucher ein Handy-Ladegerät der besonderen Art im Gepäck haben. Der britische Mobilfunkbetreiber Orange hat pünktlich zum Start des Events den Prototyp einer Ladestation vorgestellt, der von einem Mini-Windrad angetrieben wird, berichtet Cellular News. Damit soll es insbesondere Besuchern von mehrtägigen Festivals ermöglicht werden, ihre Mobilfunkgeräte aufzuladen.
Installiert wird der Energiespender einfach auf dem Zelt.
Der Prototyp ist ein Ergebnis der Forschungen des Wissenschaftlers Shashank Priya von der Universität von Texas in Arlington http://www.uta.edu. Priya hat sich unter anderem der Nutzbarmachung des Piezoeffekts - also des Entstehens von elektrischen Ladungen durch Druck - verschrieben. Es dürfte allerdings noch einige Entwicklungszeit in Anspruch nehmen, bis das Wind-Ladegerät Marktreife erlangt hat. Ein funktionierendes Modell der Ladestation will Orange aber am kommenden Wochenende zeigen. Die Turbine wiegt lediglich 150 Gramm und ist damit klein genug, um in den Rucksack der Festivalbesucher zu passen. Installiert auf dem Zeltdach soll das Windrad Strom produzieren, der in einem Schaltkasten gespeichert wird und den Konzertliebhabern in der Nacht zum Aufladen ihres Telefons zur Verfügung stehen soll. "Als offizieller Kommunikationspartner des Glastonbury Festivals ist es wichtig, dass wir weiterhin demonstrieren, wie mobile Technologien das Festivalleben erleichtern können", so Orange-Sprecherin Hattie Evans. Bei der Marek Lieberberg Konzertagentur http://www.mlk.com, unter anderem Veranstalter des Festivals Rock am Ring http://www.rock-am-ring.de , stößt das Orange-Ladegerät allerdings auf wenig Interesse. "Unsere Konzertbesucher nehmen sich Stromaggregate mit und können damit auch ihre Handys aufladen", heißt es auf Anfrage von pressetext. Bedarf an einer Handylade-Station, die sich unabhängig von einem Stromnetz betreiben lässt, besteht nicht nur bei Festivalbesuchern. Der US-amerikanische Designer Andrew Schneider etwa hat einen Solarzellen-Bikini entworfen, mit dem sich Elektrogeräte direkt am Strand aufladen lassen. Für die Stromgewinnung setzt Schneider auf flexible Photovoltaik-Streifen, die an der Bademode angebracht sind und für 6,5 Volt bei 1,5 Ampere sorgen.
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