Medikamente gegen Alzheimer zur Behandlung von grünem Star
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Pressemeldung von:
Michaela Monschein
Beide Krankheiten haben ähnliche Ursachen
Medikamente, die das Fortschreiten von Alzheimer verlangsamen, könnten Patienten auch vor einer Schädigung des Auges durch den Star schützen. Wissenschaftler des University College London http://www.ucl.ac.uk haben in Experimenten herausgefunden, dass es große Ähnlichkeiten zwischen beiden Krankheiten gibt. Das Team um Francesca Cordeiro betont jedoch, dass die 500.000 Briten, die an grünem Star leiden, dadurch über kein höheres Alzheimer-Risiko verfügen. Details der Studie wurden in den Proceedings of the National Academy of
Sciences http://www.pnas.org veröffentlicht.
Derzeit ist nur wenig über die Ursprünge des grünen Stars bekannt. Patienten können operiert werden und Medikamente werden zur Senkung des erhöhten Augendruckes eingesetzt. Durch die Medikamente kann jedoch die Sehfähigkeit beeinträchtigt werden. Sie beeinflussen die Blutversorgung des Sehnervs. Manche Patienten haben einen normalen Augendruck und verlieren ihre Sehfähigkeit trotzdem. Cordeiro hofft, dass der Verweis auf Alzheimer neue Einblicke in die Ursachen und damit auch neue Behandlungsansätze ermöglichen wird. Es gelang den Wissenschaftlern laut BBC, die Schädigung der Nervenzellen in der Retina genau zu untersuchen. Es zeigte sich, dass die gleichen Plaquen wie in den Gehirnen der Alzheimer-Patienten auch diese Schädigung verursachen. "Wir haben zum ersten Mal gesehen, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen den Ursachen gibt." Pharmaunternehmen versuchen für Alzheimer-Patienten bereits entsprechende Produkte zu entwickeln, die die Entstehung der Plaquen entweder verlangsamen oder wieder rückgängig machen sollen. Die Forscher testeten eine Kombination dieser Medikamente an Ratten. Es zeigte sich, dass in der Folge weniger Nervenzellen in den Augen der Tiere abstarben. Cordeiro betonte, dass sie damit an einem völlig neuen Ansatz arbeite.
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