Mattel: Größter Rückruf in Unternehmensgeschichte
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Pressemeldung von:
Kristina Sam
Chinesische Fabriken liefern bleiverseuchte
Ware Der weltgrößte Spielzeughersteller Mattel http://www.mattel.com hat zu Wochenbeginn die größte Rückrufaktion in der Geschichte des Unternehmens gestartet. Neben 436.000 Spielzeugautos, die mit bleiverseuchter Farbe lackiert wurden, müssen noch 18,2 Mio. weitere Spielzeuge zurückgerufen werden, da durch einen Designfehler von Mattel kleine, starke Magnete verschluckt werden könnten. Alle Produkte wurden in China produziert und die Hälfte davon in den USA vertrieben. Ein Teil wurde auch in Deutschland verkauft. Die
Besorgnis über gesundheitsgefährdende Waren aus China steigt zusehends, da sich die Funde häufen. Allein diesen Sommer wurden in den USA 13 Mio. Spielzeuge zurückgerufen, berichtet die New York Times.
"Wenn ich die Regale von Wal-Mart durchgehe und alles testen würde, dann würde ich auf ernsthafte Probleme stoßen", ist Sean McGowan, Managing Director und Spielzeuganalyst bei Wedbush Morgan Securities http://www.wedbushinc.com, überzeugt. Der Experte rechnet mit weiteren Rückrufwellen, denn auch andere Hersteller, die weniger hohe Sicherheitsstandards als Mattel befolgen, lassen in China produzieren. Sogar Mattel selbst hat angekündigt, dass mit weiteren Rückrufaktionen zu rechnen sei. Dieser Meinung ist auch S. Prakash Sethi, Professor am City College New York, der jahrelang die Arbeitsbedingungen in Mattel-Produktionsstätten beobachtet hat. Er weist jedoch darauf hin, dass chinesische Fabriken unter großem Druck seitens westlicher Unternehmen stünden: "Die Margen sind hauchdünn, also sollte man sich wirklich nicht wundern, dass es Druck gibt, Einsparungen zu machen." Um solche Pannen in Zukunft zu vermeiden, überlegt Mattel nun, seine Produktion stärker in Fabriken zu verlagern, die das Unternehmen selber besitzt und betreibt. Die bisher gefundenen bleiverseuchten Produkte wurden bei Routinechecks entdeckt. Nachdem schon zu Jahresbeginn mit Blei kontaminierte Produkte zurückgerufen wurden, hatte das Unternehmen im Juli eine Untersuchung in allen Produktionsstätten gestartet. Auch andere Hersteller haben nun mit verstärkten Kontrollen begonnen, darunter auch Hasbro.
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