Massenphänomene Schlaf und Traum: Von Angst bis Hingabe - Sonderausstellung mit über 300 Objekten im Dresdner Hygiene-Museum Schlafen und Träumen: Mit den beiden zentralen Bedürfnissen der Menschheit, die immerhin rund ein Drittel der gesamten Lebenszeit einnehmen, befasst sich die neue Sonderausstellung des Deutschen Hygiene-Museums in Dresden. In der großen Schau in Zusammenarbeit mit der "Wellcome Collection" in London werden auf rund 800 Quadratmetern Fläche über 300 Objekte internationaler Leihgeber, Dokumente und Filme aus der Welt der Wissenschaft präsentiert. Außerdem gewähren kultur- und kunstgeschichtliche Exponate sowie markante Werke prominenter zeitgenössischer Künstler aus dem 16. bis ins frühe 20. Jahrhundert wertvolle Einblicke in die unverändert rätselhaften und schwer greifbaren Phänomene.
Pressemitteilungen international in 15 Sprachen für 22 Länder kostenlos einstellen
Pressemitteilungen Kleinanzeigen

Massenphänomene Schlaf und Traum: Von Angst bis Hingabe

2007/04/18 08:30

Pressemeldung von:
Frank-Michael Rall
Sonderausstellung mit über 300 Objekten im
Dresdner Hygiene-Museum

Schlafen und Träumen: Mit den beiden zentralen Bedürfnissen der Menschheit, die immerhin rund ein Drittel der gesamten Lebenszeit einnehmen, befasst sich die neue Sonderausstellung des Deutschen Hygiene-Museums in Dresden. In der großen Schau in Zusammenarbeit mit der "Wellcome Collection" in London werden auf rund 800 Quadratmetern Fläche über 300 Objekte internationaler Leihgeber, Dokumente und Filme aus der Welt der Wissenschaft präsentiert. Außerdem gewähren kultur- und kunstgeschichtliche
Massenphänomene Schlaf und Traum: Von Angst bis Hingabe
"Der Gähner" / Büste von 1937 - Foto: David Brandt
Exponate sowie markante Werke prominenter zeitgenössischer Künstler aus dem 16. bis ins frühe 20. Jahrhundert wertvolle Einblicke in die unverändert rätselhaften und schwer greifbaren Phänomene. Modernen Experimenten in so genannten Schlaflabors ist unter anderem die Entdeckung des "Rapid Eye Movement Sleep" (REM) zu verdanken, der 1954 von US-Forschern erstmals beschriebene "Schlaf mit schnellen Augenbewegungen".

"Schlaf und Traum sind Mächte, denen sich keiner entziehen kann und die in der modernen Gesellschaft teilweise als Zeitverschwendung unter Verdacht standen. Deshalb wird ihnen mit Gefühlen und Einstellungen begegnet, die von Angst und Ablehnung bis zu Faszination und Hingabe reichen. Mittlerweile hat sich jedoch die Erkenntnis durchgesetzt, dass Schlaf und Traum für unsere Gesundheit und Kreativität von enormer Bedeutung sind", erläutert der verantwortliche Berliner Kurator Michael Dorrmann gegenüber pressetext. So hängt die nächtliche Seite der menschlichen Existenz mit biomedizinischen und neurologischen Vorgängen im schlafenden Körper und Gehirn zusammen, die auch gesellschaftlich-kulturellen Veränderungen unterworfen sind. Daher können Erlebnisse in den eigenen Traumwelten ebenso anziehend wie beängstigend ausfallen. Außerdem gibt es neben dem erholsamen und regenerierenden Schlaf als Wunschvorstellung auch als aktuelle Dimension die leidige Volkskrankheit Schlafstörungen, die aus unterschiedlichsten Gründen ausgelöst werden können.

In der Fachliteratur haben Experten wiederholt belegen können, dass sich generell das alltägliche Schlafverhalten vieler Menschen stark verändert hat. So wird der menschliche Biorhythmus oftmals durch Anforderungen von Schicht- und Nachtarbeit aus dem Takt gebracht, daneben üben schlafraubende Freizeitgewohnheiten wie Internetnutzung und mediale Dauerberieselung großen Einfluss aus. Die Ausstellung mit 16 aufschlussreichen Film- sowie 15 Hörstationen und thematischen Abteilungen wie "Todmüde" oder "Schlafstörungen" ist bis zum 3. Oktober terminiert. Die dafür im Hygiene-Museum entwickelte Architektur und Gestaltung stammt vom Büro Wandel Hoefer Lorch + Hirsch, das an gleicher Stelle bereits die Ausstellung "Mythos Dresden" realisiert hat und vor allem durch die Bauten der Synagogen in Dresden (2001) und München (2006) internationale Beachtung fand. (



Kontakt zum Autor des Artikels:
 

zurück zur Kategorieseite: Kultur / Museen
Dieser Artikel wurde 500 Mal gelesen


 
 

Presseartikel nach Autoren
A  B  C  D  E  F  G  H  I  J  K  L  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  X  Y  Z