Magenverkleinerungen retten Leben - Operative Magenverkleinerungen bei Adipositas-Patienten führen nicht nur zu dauerhaftem Gewichtsverlust, sondern erhöhen auch die Überlebensrate von fettleibigen Menschen deutlich. Zwei Studien kommen voneinander unabhängig zu dem Schluss, dass Fettsucht-Patienten, die sich sogenannten restriktiven Verfahren unterziehen, ein um 30 bis 40 Prozent geringeres Risiko tragen, in den folgenden sieben bis zehn Jahren zu sterben. "Die Ergebnisse entkräften die Ansicht, dass es sich hier um kosmetische Chirurgie handelt, und beweisen, dass die Operation Leben rettet", kommentiert Chirurg Philip Schauer gegenüber der Los Angeles Times. Die Qualifikationen, die Patienten für die Behandlung erfüllen müssen, sollten überdacht werden, so die Forscher. Auch in Österreich müssen fettleibige Menschen strengen Kriterien genügen, damit die Krankenversicherungen die Kosten übernehmen, bestätigt Richard Müller von der Wiener Gebietskrankenkasse: "Der Body-Mass-Index des Patienten sollte bei 40 oder höher liegen.
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Magenverkleinerungen retten Leben

2007/08/24 10:03

Pressemeldung von:
Georg Eckelsberger
Operative Magenverkleinerungen bei Adipositas-Patienten führen nicht nur
zu dauerhaftem Gewichtsverlust, sondern erhöhen auch die Überlebensrate von fettleibigen Menschen deutlich. Zwei Studien kommen voneinander unabhängig zu dem Schluss, dass Fettsucht-Patienten, die sich sogenannten restriktiven Verfahren unterziehen, ein um 30 bis 40 Prozent geringeres Risiko tragen, in den folgenden sieben bis zehn Jahren zu sterben. "Die Ergebnisse entkräften die Ansicht, dass es sich hier um kosmetische Chirurgie handelt, und beweisen, dass die Operation Leben rettet", kommentiert Chirurg
Magenverkleinerungen retten Leben
Magenverkleinerungen erhöhen die Überlebensrate unter Adipositas-Patienten (Foto: Pixelio)
Philip Schauer gegenüber der Los Angeles Times. Die Qualifikationen, die Patienten für die Behandlung erfüllen müssen, sollten überdacht werden, so die Forscher.

Auch in Österreich müssen fettleibige Menschen strengen Kriterien genügen, damit die Krankenversicherungen die Kosten übernehmen, bestätigt Richard Müller von der Wiener Gebietskrankenkasse: "Der Body-Mass-Index des Patienten sollte bei 40 oder höher liegen. Außerdem muss der Patient Diätbemühungen, eine bereits erfolgte medikamentöse Behandlung, den Besuch einer Ernährungsambulanz und ein psychologisches Gutachten aufweisen." Der Body-Mass-Index ist eine Maßzahl für die Bewertung des Körpergewichts eines Menschen. Während der Normalwert bei 19 bis 25 liegt, wird ein BMI von über 40 als Adipositas dritten Grades - die höchste Stufe der Fettsucht - bezeichnet.

Die Wissenschaftler erwarten allerdings, dass die neuen Forschungsergebnisse zum vermehrten Einsatz von Adipositas-Operationen bei Patienten in weniger drastischen Zuständen führen. Eine schwedische Studie untersuchte 4.047 Menschen mit einem BMI von über 34, die eine von drei verschiedenen operativen Methoden beziehungsweise ausschließlich normale Diätberatung in Anspruch nahmen. Nach zehn Jahren hatten die operierten Patienten 14 bis 25 Prozent ihres Ursprungsgewichts verloren - im Gegensatz zur Kontrollgruppe mit lediglich zwei Prozent. 101 Todesfälle in der chirurgisch behandelten Gruppe stehen 129 Verstorbenen in der Vergleichsgruppe gegenüber. Eine amerikanische Studie untersuchte 7.925 fettleibige Menschen und kommt nach sieben Jahren zu dem gleichen Schluss. Die Sterbefälle waren in der operierten Gruppe um über 30 Prozent zurückgegangen.

Diabetes konnte als Todesursache um 92 Prozent verringert werden. Krebs und Herzinfarkte wurden um 60 beziehungsweise 56 Prozent zurückgedrängt. Beide Langzeitstudien wurden vor den deutlichen Verbesserungen der Operationsmethoden der vergangenen Jahren durchgeführt, deshalb erwarten die Forscher, dass die Ergebnisse in Zukunft noch positiver ausfallen werden. Alleine in den USA wurde Adipositas im vergangenen Jahr in 177.600 Fällen operativ behandelt. Die Kriterien für die Durchführungen gleichen den Vorraussetzungen in Österreich - die Richtlinien werden allerdings im Herbst Gegenstand eines Konvents des National Institute of Health sein.



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