Lettland und Litauen haben höchstes Verkehrsunfallrisiko - Österreich liegt im Mittelfeld - Niederlande und Malta sind Sieger Die aktuelle vom Verkehrsclub Österreich VCÖ http://www.vcoe.at vorgestellte europaweite Verkehrssicherheitsstatistik, gibt Österreich keine besonders gute Note. Mit 90 Verkehrstoten pro Million Einwohner liegt die Alpenrepublik nur im Mittelfeld. Besser schneiden Frankreich mit 78, Deutschland mit 61, Schweden mit 53, die Schweiz mit 55 und die Niederlande mit 49 Todesopfern pro Million Einwohner ab.
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Lettland und Litauen haben höchstes Verkehrsunfallrisiko

2007/01/16 10:21

Pressemeldung von:
Wolfgang Weitlaner
Österreich liegt im Mittelfeld - Niederlande und Malta sind Sieger

Die aktuelle vom Verkehrsclub Österreich VCÖ http://www.vcoe.at vorgestellte europaweite Verkehrssicherheitsstatistik, gibt Österreich keine besonders gute Note. Mit 90 Verkehrstoten pro Million Einwohner liegt die Alpenrepublik nur im Mittelfeld. Besser schneiden Frankreich mit 78, Deutschland mit 61, Schweden mit 53, die Schweiz mit 55 und die Niederlande mit 49 Todesopfern pro Million Einwohner ab. Traurige Rekordhalter sind Lettland und Litauen mit je 215 Verkehrstoten.

Der VCÖ begrüßt,
dass im Regierungsprogramm als Ziel die "Vision Zero - Null Verkehrstote" verankert ist. "Um diesem Ziel näher zu kommen, fordert der VCÖ eine Reform des Punkteführerscheins, Tempo 80 auf Freilandstraßen sowie mehr Öffentliche Verkehrsverbindungen für Pendler", erklärt VCÖ-Experte Martin Blum im pressetext-Interview. Österreich habe bei der Verkehrssicherheit einiges aufzuholen. "Im Vergleich zu den sichersten Staaten Niederlande, Schweden und Schweiz ist das tödliche Unfallrisiko auf Österreichs Straßen fast doppelt so hoch", so Blum. "Wenn Österreich ein gleiches Niveau wie die sichersten EU-Staaten erreicht, werden pro Jahr mehrere Hundert Menschenleben gerettet."

Ein Blick auf die anderen europäischen Länder mache deutlich, welche Gesetze und Verordnungen die Zahl der Verkehropfer reduzieren. "In Schweden ist die oberste Leitlinie der Verkehrssicherheit der Schutz der Schwächsten im Verkehr. Das Alkohollimit beträgt 0,2 Promille, im Ortsgebiet orientiert sich die Verkehrsplanung nach der Sicherheit von Fußgängern und Kindern. Auf Freilandstraßen gilt Tempo 90 bzw. auf gefährlichen Abschnitten Tempo 70", beschreibt der Experte die Maßnahmen. Deutschland wiederum profitiere vom umfangreichen Punkteführerschein und zahlreichen Kontrollen. "Die Schweiz verdankt die hohe Verkehrssicherheit der Offensive beim Öffentlichen Verkehr und hat allein durch die Verringerung des Tempolimits auf Autobahnen von 130 auf 120 km/h die Zahl der tödlichen Unfälle auf Autobahnen um elf Prozent verringert." Die niedrigste Zahl der Verkehrstoten weist Malta (33 pro Mio.) auf. "Allerdings hat eine Insel einen Wettbewerbsvorteil in punkto Verkehrssicherheit", so Blum.

Die Schlusslichter in punkto Verkehrssicherheit in Europa sind Slowenien mit 137, Griechenland mit 145, Zypern mit 146, Polen mit 148 und die beiden baltischen Staaten Lettland und Litauen mit je 215 Verkehrstoten pro Million Einwohner. "In den baltischen Staaten ist die hohe Opferzahl auf eine ziemlich schlechte Verkehrssituation zurückzuführen. Schlechte Straßen, zum Teil veraltete Fahrzeuge, mangelnde Ausbildung der Fahrer sind nur einige der Gründe", so der VCÖ-Experte. Die plötzliche starke Motorisierung habe hier ihren Zoll gefordert. "Bei der Verkehrssicherheit liegen diese Länder auf dem Niveau der 70er Jahre."

Als effektive Maßnahmen die Verkehrssicherheit zu erhöhen, fordert der VCÖ eine Reform von Österreichs Vormerksystem. Schnellfahren und Telefonieren am Steuer sollten als Delikte aufgenommen werden. Zudem sollte das Tempolimit auf Freilandstraßen gesenkt werden. Um die Sicherheit für Fußgänger zu erhöhen, soll die Pflicht zu Licht am Tag rasch abgeschafft werden. Gehwege entlang von Freilandstraßen erhöhen die Sicherheit von Fußgängern. Zudem sollte das öffentliche Verkehrsnetz ausgebaut und die Intervalle verdichtet werden.



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