Israelfreundliche Kundgebung in Bern
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Pressemeldung von:
Daniel Gerber
Irans Präsident Mahmoud Ahmedinejad rief zur Vernichtung Israels und zur Aussiedlung der Juden aus dem Mittleren Osten auf. Israelfreundliche Schweizer haben in Bern vor der iranischen Botschaft protestiert.
Das traditionelle Instrument Schofar, Israel-Fahnen, Fackeln, Gesänge, Ansprachen und zum Schluss ein Applaus für die Polizei – so sah die Kundgebung in Bern aus. Kurzfristig hatte das «Forum für Israel» gerufen – mehr als 200 Personen waren gekommen um vor der iranischen Botschaft zu protestieren. Eine von ihnen war Hans Moser, Partei-Präsident der
EDU. Überraschten ihn die Aussagen Ahmedinejads? «Vom Präsidenten schon. Aber er sagte nur das, was schon lange in den Moscheen verkündigt wird. Von daher ist es nicht eine Überraschung, weil man weiss, dass dieses Gedankengut vorherrscht.»
Mit dabei war auch Vineyard-Leiter Martin Bühlmann. Warum ging er an diesem kalten Abend auf Berns Strasse? «Rein als Mensch und Bürger eines Landes, welches schon lange in Freiheit lebt, haben wir eine Verpflichtung, dass wenn ein ganzes Volk angegriffen wird, wir die Position des Schwachen vertreten nd unsere Stimme gegen das Unrecht erheben.» Wer schweige, begehe Unrecht. Muss nun der Iran verschwinden? Was würde Bühlmann als einflussreicher Politiker dazu sagen? Etwa der Iran müsse von der Landkarte verschwinden? „Es wäre sehr zynisch, so etwas zu sagen“, meint Bühlmann. „Im Gegenteil. In Europa haben wir das Problem, dass wir Dinge anprangern, aber nicht den Mut haben, Massnahmen zu ergreifen. Das war im Balkan und anderen Konflikten auch so der Fall. Man wartete, bis die USA die Kohlen aus dem Feuer holt» Bühlmann liess weiter durchblicken, dass man die Meinungsfreiheit in der Schweiz nützen und Forderungen stellen müsste. «Eine solche Regierung, wie die im Iran, muss isoliert werden und mit Wirtschaftssanktionen gemassregelt werden. Wenn ich politische Möglichkeiten hätte, würde nicht nur der Botschafter zitiert, sondern auch die Wirtschaftsleute. Das sind letztlich die Personen, welche einen Staat stützen. Ein diplomatischer Vorstoss bringt kaum etwas. Was etwas bringt ist, wenn die grossen Multis zitiert werden und es ihnen verunmöglicht wird mit solchen Staaten Handel zu treiben.» «Wir sind Teil des jüdischen Volks!» Martin Bühlmann ging auch wegen seinem Glauben auf die Strasse: «Ich bin bekennender Christ. Ich glaube, dass die Botschaft von Jesus Christus eine freimachende Botschaft ist, für alle, die sie annehmen. Für den Vineyard-Leiter ist daher klar: «Ein Mensch, der Jesus zugehörig ist, wird zugehörig zum Juden Jesus! Mit anderen Worten: Er wird zugehörig zum jüdischen Volk. Natürlich ist so eine Aussage auch bei Juden umstritten, aber ich finde, dass Menschen, die sich Christen nennen, sich nicht den jüdischen Wurzeln entziehen können. Sie können sich der Tatsache nicht entziehen, dass das jüdische Volk unser Brudervolk ist.» Daraus leitet Martin Bühlmann folgende Schlussfolgerung ab: «Wenn das der Fall ist, ist es eine Ungeheuerlichkeit, wenn ein Christ in einer solchen Situation nicht zu seinem älteren Bruder steht und ihn zu schützen versucht, besonders wenn er als jüngerer Bruder grösser und stärker ist. Von diesem Gesichtspunkt aus hat jeder Mensch der Christ ist, eine biblische Verpflichtung Juden in der Öffentlichkeit zu vertreten.» Wie Hitler damals «Ich bin nicht rein zufälligerweise hier vorbeigekommen», versicherte EDU-Nationalrat Christian Waber. An der Kundgebung verglich Christian Waber die Worte Ahmedinejads mit denjenigen von «Hitler und seinen braunen Schergen». «Wir müssen dran bleiben und unseren Protest ganz klar auf die Strasse tragen, so Waber weiter. Wir dürfen solche Aussagen zu Israel nicht einfach so hinnehmen, sondern dagegen protestieren, nicht nur einmal, sondern immer wieder. Ich glaube nicht, dass politisch viel erreicht werden kann. Eine Volksbewegung gegen solche Äusserungen, wäre wirksamer. So eine Bewegung müsste dann auch ins Parlament hineingetragen werden. Ich glaube, wenn es gegen ein anderes Land gehen würde, wäre der Protest viel grösser –wenn es gegen Israel geht, zuckt man mit den Schultern und geht weiter.» Waber wünscht sich einen weltweiten Protest. «Ich bin sehr traurig, wie Christen mit der besonderen Berufung und Bestimmung Israels nachlässig umgehen.» Segnen oder fluchen? Gegen Schluss der Kundgebung betete Martin Bühlmann: «...Schöpfer dieser Welt, wir bitten dich um deine Gegenwart und deinen Segen über dem iranischen Volk, den Menschen jüdischen Glaubens und dem Staat Israel... Wir bitten dich um deinen Segen für das iranische Volk, das verführt und gedemütigt wird, im Angesicht der Weltgemeinschaft...» Organisiert wurde die Kundgebung vom Forum für Israel www.israelforum.ch
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