Intelligente Smartphones reagieren auf Umgebung des Users - Benötigte Dienste lassen sich für bestimmte Situationen einfach programmieren Ein Forscherteam an der Universität Kassel hat eine Anwendung für Smartphones und PDAs entwickelt, mit der User selbst Regeln und Dienste für bestimmte Situationsumgebungen programmieren können. "Ohne Programmierkenntnisse wird es möglich, neue Ideen und Konzepte schnell und einfach umzusetzen. Ein Dienst wird nicht mehr programmiert, er wird 'gemalt'", erklärt der Wissenschaftler Thomas Hohman vom Fachgebiet Kommunikationstechnik http://www.comtec.eecs.
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Intelligente Smartphones reagieren auf Umgebung des Users

2007/03/16 08:47

Pressemeldung von:
Andreas List
Benötigte Dienste lassen
sich für bestimmte Situationen einfach programmieren

Ein Forscherteam an der Universität Kassel hat eine Anwendung für Smartphones und PDAs entwickelt, mit der User selbst Regeln und Dienste für bestimmte Situationsumgebungen programmieren können. "Ohne Programmierkenntnisse wird es möglich, neue Ideen und Konzepte schnell und einfach umzusetzen. Ein Dienst wird nicht mehr programmiert, er wird 'gemalt'", erklärt der Wissenschaftler Thomas Hohman vom Fachgebiet Kommunikationstechnik http://www.comtec.eecs.uni-kassel.de im Gespräch mit
Intelligente Smartphones reagieren auf Umgebung des Users
pressetext. Über die Auswertung von Sensordaten erkennt das Gerät in welcher Umgebung oder Situation sich der Besitzer gerade befindet und stellt die zuvor vom Nutzer definierten Services bereit.

"Service Creation Workbench" nennen die Forscher das Tool, mit dem der User Regeln definiert, indem er Verbindungen zwischen Situationen und Diensten herstellt. "Auf der graphischen Oberfläche kann der User Zustände definieren und Regeln zusammenführen. Sobald das Gerät registriert, dass sich der Anwender in einer definierten Situation befindet, kommen diese Regeln zur Anwendung und starten die gewünschten Dienste", erläutert Hohmann. Ziel der Forscher ist es, dass mobile Endgeräte auf die Umgebung des Nutzers reagieren und sich daran anpassen.

Klassisches Beispiel ist eine bevorstehende Reise. "Der User hat in seinen Kalender eine Zugreise nach Zürich eingetragen und befindet sich soeben in der Straßenbahn auf dem Weg zum Bahnhof. Das Gerät registriert dies über GPS und einen Bewegungssensor. Anschließend wird der Fahrplan abgefragt und dem User mitgeteilt, dass der Zug 30 Minuten Verspätung hat, er sich daher nicht beeilen muss. Das System stellt nach Wunsch spezielle Informationen für spezielle Situationen zur Verfügung", führt Hohmann aus. Über Funkverbindungen wie Bluetooth oder WLAN erkennt das Gerät auch, dass sich der User beispielsweise in einem Besprechungszimmer befindet - das Gerät schaltet die Stumm-Funktion ein und weist eingehende Nachrichten und Anrufe ab.

Die Situationen werden durch Sensoren erkannt, die im Gerät selbst eingebaut sind: GPS-Empfänger, Bluetooth-Schnittstelle, Bewegungssensor und Funkverbindungen. "In kleinen, eingeschränkten Bereichen gibt es solche Systeme schon. Ein Navigationssystem reagiert mittels GPS auch auf die Umgebung des Benutzers. Unser Ziel ist es, viele verschiedene Sensoren in ein Gesamtsystem einzubinden und hierfür Anwendungen zu entwickeln", so Hohmann abschließend gegenüber pressetext. Das System wird derzeit auf der CeBIT vorgestellt.



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