In der Schweiz kommen 151 Abtreibungen auf 1000 Geburten
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Pressemeldung von:
factum Schweizerische Hilfe für Mutter und Kind (SHMK)/Schweizerisches Bundesamt für Statistik
Erstmals werden amtlich registrierte Zahlen veröffentlicht: Im Jahr 2004 wurden in der Schweiz 10'910 Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt.
Das schweizerische Bundesamt für Statistik meldet für das Jahr 2004 insgesamt 10'910 abgetriebene Kinder. Vergleicht man diese Zahl mit den Geburten im selben Jahr, dann zeigt sich, dass auf 1000 Geburten 151 Abtreibungen kommen. 96 Prozent der Abbrüche fanden innerhalb der ersten 12 Schwangerschaftswochen statt. Die 2002 eingeführte Fristenlösung erlaubt den straffreien Schwangerschaftsabbruch in den ersten zwölf
Wochen, danach nur, wenn besondere Indikationen vorliegen, was bei 4 Prozent der Fall war.
30 Kinder jeden Tag In 95 Prozent der Fälle lebten die abtreibungswilligen Frauen in der Schweiz, in 5 Prozent hatten ihren Wohnsitz im Ausland. Bislang wurden in der Schweiz keine offiziellen Abtreibungszahlen veröffentlicht. Es waren Lebensrechtsorganisationen, die sich darum bemühten. Nach Angaben der Schweizerischen Hilfe für Mutter und Kind (SHMK) betrug die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in der Schweiz im Jahr 2003 10'789. Im Januar bezifferte die SHMK die Abtreibungszahl 2004 aufgrund eigener Recherchen mit 10'895, doch es gab Kantone, welche die Auskunft verweigerten. Nun ist die Zahl offiziell: Es waren 10'910 registrierte Abtreibungen. 10'910-mal wurde in der Schweiz ein Menschenleben vorgeburtlich ausgelöscht, 30 Kinder jeden Tag. Die Organisation SHMK macht in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, dass über sogenannte „überzählige Embryonen“ bei der Invitro-Fertilisation immer noch jede Statistik fehle, obwohl die Regierung im Fortpflanzungsmedizingesetz seit 2001 verpflichtet wäre, diese Zahl jährlich zu veröffentlichen.
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