In-Game Werbung: Videospielen messbar machen
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Pressemeldung von:
Georg Eckelsberger
In-Game Werbung: Videospielen messbar machen
Mit Hilfe eines neuen Marktforschungsinstruments soll der Videospielsektor endgültig für die Werbewirtschaft erschlossen werden. Das von Nielsen http://www.nielsen.com entwickelte System mit dem Namen Gameplay Metrics ermöglicht die exakte Messung der Nutzungsdauer von Videospielen. Diese Daten könnten Spieleherstellern helfen, Werbung in ihren Produkten zu verkaufen. Es gäbe große Nachfrage nach neuen Werbemöglichkeiten, aber Videospielen müsse zuerst quantifiziert werden, erklärt Jeff Herrmann vom Marktforschungsunternehmen
Nielsen.
Insgesamt 12.000 US-Haushalte beziehungsweise 33.000 Menschen nehmen an der Messung teil. Die Testpersonen werden mit dem sogenannten People Meter ausgestattet. Dieses Gerät erkennt das Audiosignal eines Videospiels und gleicht es mit der Datenbank von Nielsen ab. "Es gibt ähnliche Systeme in der Radioforschung", erklärt der Kommunikationsforscher Helmut Scherer gegenüber pressetext. In der Schweiz komme eine Uhr als Messgerät zum Einsatz. "Das Audiosignal wird kodiert aufgezeichnet und anschließend zusammen mit dem Vergleichssignal ausgewertet", so Scherer. Werbung in Spielen funktioniert ähnlich wie in Filmen. Publisher verkaufen Werbeflächen in den künstlichen Spielewelten an Firmen, die dadurch die Spieler erreichen. Vor allem der aufstrebende Onlinesektor könnte sich als lukrativ herausstellen. Hier haben Unternehmen die Möglichkeit, ihre Werbung dynamisch zu gestalten und jederzeit über das Internet zu aktualisieren. Bisher ist der Werbemarkt mit 55 Mio. Dollar Jahresumsatz noch vergleichsweise klein, könnte allerdings in den nächsten fünf Jahren auf bis zu 800 Mio. Dollar wachsen, vermuten Analysten. Erste, umfassende Ergebnisse zu einzelnen Spielen würde es erst im Herbst geben, erklärt Herrmann. Zur allgemeinen Nutzung der Konsolen gibt es bereits detaillierte Zahlen. So konnte Sonys Playstation 2 im Juni 2007 insgesamt 42 Prozent der Spielzeit für sich verbuchen, während die neue Playstation 3 mit lediglich 1,5 Prozent hinter Xbox 360 (8 Prozent) und Nintendo Wii (4 Prozent) zurückliegt.
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