In der Arktis wird das Eis dünn
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Pressemeldung von:
Christoph Marty
ESA-Satellit soll ab 2011 Daten für zuverlässigere Klimamodelle liefern.Der milde Winter
hat dazu geführt, dass sich in der Arktis nur sehr wenig Eis gebildet hat. Das ist das Ergebnis einer Forschungsexpedition von Wissenschaftlern des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI) http://www.awi.de/de/ und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt http://www.dlr.de/dlr. Die Forscher hatten das arktische Meereis im März dieses Jahres von Forschungsflugzeugen aus kartiert. "Das Meereis in der Antarktis spielt im Klimawandel eine wichtige Rolle", sagt Jörg
Hartmann vom AWI auf Nachfrage von pressetext. Die Untersuchungen der Forscher sind Teil des internationalen Forschungsprojekt IceSAR. Dieses dient als Grundlage für einen geplanten Satellitenradar, der neben dem Meereis auch Veränderungen der Vegetation erfassen soll.
Die durchschnittliche Eisausdehnung in der Arktis hat sich in den vergangenen Jahren stark reduziert. "Dadurch wird auch immer weniger Sonnenenergie vom Eis in den Weltraum reflektiert, so dass die Temperaturen in der Arktis weiter steigen," sagt Hartmann. "Normalerweise ist Spitzbergen im Winter weitgehend vom Eis umschlossen und die Fjorde sind zugefroren." In diesem Jahr mussten die Forscher dagegen bis an die Grenzen ihrer Reichweite fliegen, um ausreichend Messdaten erfassen zu können. "Im Mittelpunkt der Analyse des Meereises standen die Austauschprozesse zwischen dem Eis und der Atmosphäre", sagt Hartmann. Mit dem Projekt IceSAR legen die Wissenschaftler die Grundlage für eine Verbesserung der Beobachtungsmethoden durch einen Satellitenradar. Denn die Kampagne liefert Daten für die technische Ausrüstung des ESA-Satelliten Sentinel-1, dessen Radarsystem ab 2011 auch die Einzugsgebiete der Arktis beobachten sollen. Das langfristige Ziel ist, die Klimamodelle zu verbessern und damit bessere Modelle für die Auswirkungen der globalen Erderwärmung zu entwickeln. "Die Modelle sind sich in ihren Prognosen für die zukünftige Entwicklung zwar durchaus einig", sagt Hartmann. "Strittig ist allerdings, wie stark der Temperaturanstieg ausfallen wird."
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