Hewlett-Packard will Nummer eins mit aller Härte verteidigen
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Pressemeldung von:
Florian Fügemann
Übernahmen denkbar - Ausbau des PC-
Geschäfts anvisiert "Hewlett-Packard wird alles tun, um den ersten Platz zu verteidigen", sagt Mark Hurd, Chef des derzeit umsatzstärksten IT-Konzerns, in einem Interview mit dem deutschen Wirtschaftsmagazin Capital und schließt weitere Fusionen und Akquisitionen in der globalen IT-Branche nicht aus. Ziel sei die 2006 errungene Weltmarktführung beim PC-Geschäft mit aller Härte gegen Mitkonkurrenten wie Dell zu behaupten. "Beide Konzerne kommen sich aufgrund ihrer unterschiedlichen Ausrichtungen längst nicht so stark in die Quere
wie oftmals behauptet wird. Dennoch versucht Dell das wettzumachen, was man seit den letzten Jahren an Marktanteilen einbüßen musste", sagt Hans Engel, Analyst der Erste Bank AG, gegenüber pressetext.
Dieses Vorhaben scheint ehrgeizig, da der Wettbewerb im Consumer-Bereich so umkämpft ist wie lange nicht. Vor allem die derzeitigen Preisentwicklungen bei Desk-Top-PCs und Notebooks zeigen den Trend. So haben sich die Preise in den letzten Jahren um rund 50 Prozent halbiert, was den Wettbewerb weiter anheizt und dazu führt, dass No-Name-Anbieter "fast keine Chance" mehr hätten, unterstreicht Hurd. Der Top-Manager erwartet für den Konzern im Computergeschäft einen deutlichen Zuwachs, der sich vor allem aus den Erlösen für Notebooks und Multi-Media-PCs speisen soll. "Notebooks sind derzeit der primäre Wachstumsmarkt, den es für beide gilt sich zu sichern", sagt Engel. Um dieses Ziel zu erreichen, scheinen jedoch verstärkte Initiativen gegenüber neuen Wettbewerbern wie Sony oder Apple notwendig. "Der Preisdruck ist bei allen Unternehmen der Branche immanent vorhanden, wobei Sony ein wenig stärker unter Druck geraten wird", so Engel. Auch in Hinblick auf die Bedienfreundlichkeit und die Leistung der Geräte will HP neue Maßstäbe setzen und somit seine bisherige Marktposition zielstrebig verteidigen. "Die Kunden erwarten nicht einfach einen etwas schickeren und leiseren PC, sondern eine Kommandozentrale für das Wohnzimmer, die sogar ein kleines Kind intuitiv bedienen kann", so der 51-jähige HP-Chef. Dabei sollen nicht nur Faktoren wie Leistung und/oder Usability eine Rolle spielen, sondern auch energiesparende Aspekte zukünftig stärker berücksichtigt werden. Speziell an Unternehmen gerichtet appelliert Hurd, bei der Neuanschaffung von Server-Systemen, in besonders effiziente Kühlungssysteme zu investieren. Auf diese Weise könnten Unternehmen bei Rechenzentren im Jahr rund eine Mio. Dollar an Stromkosten einsparen. Weitere Energieoptimierungen sieht der Experte im Einsatz von LCD-Flachbildschirmen, da diese eine Energieeinsparung um 75 Prozent bewirken. Auch in die Verantwortung sollen die Anwender genommen werden. Mit der effizienten Nutzung der Sparfunktionen des eigenen PCs seien immerhin rund 650 Kilowattstunden im Jahr einsparfähig, so Hurd. Von den Einsparungen profitieren würden daher vor allem Unternehmen.
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