Härtere Strafen für britische Journalisten
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Pressemeldung von:
Kristina Sam
Datenschutzbeauftragter will illegalen Handel mit Informationen unterbinden
In Zukunft müssen sich britische Journalisten möglicherweise auf härtere Strafen gefasst machen, wenn sie ihre Informationen auf illegalem Weg beschaffen. Richard Thomas, der Regierungsbeauftragte für Datenschutz, empfiehlt eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren. In einem Bericht, den er kürzlich dem britischen Parlament vorstellte, drückte er seine Sorge darüber aus, dass es vor allem für Journalisten viel zu einfach sei, an vertrauliche Informationen zu kommen. Die vorgeschlagenen strengen
Strafen sollen vor allem als Abschreckung für all jene dienen, die vertrauliche Informationen kaufen oder verkaufen.
Laut Thomas gibt es einen weit verbreiteten Handel mit Adressen, Details über Autozulassungen, geheimen Telefonnummern, Mitschnitten von Telefongesprächen, Vorstrafenregistern sowie Kontoinformationen. Diese Informationen lassen sich Journalisten aber auch Banken und Behörden sowie Privatleute einiges kosten: Bis zu 750 Pfund kosten etwa Details über einen Telefonanschluss. In einem anderen Fall wurden sogar 120 000 Pfund pro Monat gezahlt. In einem unveröffentlichten Dossier listet Thomas die Namen von 305 Journalisten auf, die ihre Recherchen mit illegalen Methoden betrieben. Die Liste wurde erstellt, nachdem es Razzien in den Büros von Privatdetektiven gegeben hatte. Trotz der drohenden Strafverschärfungen erhält der Datenschutzbeauftragte aber durchaus auch Unterstützung aus der Medienwelt. Der britische TV-Moderator Chris Tarrant meinte laut Guardian, dass es höchste Zeit sei, das Thema der illegalen Informationsbeschaffung zu beleuchten, denn dadurch würde in das Leben viel zu vieler Menschen eingegriffen. Auch Tarrant war schon einmal Opfer: Seine Familie hatte unter Telefonterror zu leiden, obwohl der Anschluss eigentlich eine Geheimnummer hatte.
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