Grossbritannien: Viele Abtreibungen wegen leichter Behinderungen
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Pressemeldung von:
Livenet
Wegen geringfügiger Behinderungen werden
in Grossbritannien zahlreiche Kinder abgetrieben. Nach Informationen des "Daily Telegraph" wurden binnen drei Jahren allein im Südwesten Englands mehr als 100 Babys mit Hasenscharten, Wolfsrachen oder Klumpfüssen abgetrieben. Die Zeitung beruft sich auf Zahlen des South West Congenital Anomaly Register für die Jahre 2002 bis 2005. Diese Entwicklung verstärke bei Kritikern der britischen Abtreibungsregelung die Sorge, dass viele Ungeborene wegen Missbildungen abgetrieben würden, die oft mit einfachen Operationen zu beheben wären, so das
Blatt.
Nach geltendem Recht ist in Grossbritannien eine Abtreibung zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft erlaubt, wenn zwei Ärzte ein "erhebliches Risiko" für eine schwere Behinderung des Kindes erkennen. Was darunter zu verstehen ist, bleibt dem Urteil der Ärzte überlassen. 2005 entschieden sich etwa 194‘000 Britinnen für eine Abtreibung.
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