"Gott und die Welt" in den Medien: Journalistische Gratwanderung
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Pressemeldung von:
Kristina Sam
"European Newspaper Congress" zeichnet europäische Zeitungen aus
Knapp 500 Chefredakteure und Führungskräfte aus Verlagen Europas treffen sich zum "European Newspaper Congress 2006" vom 14. bis 16 Mai in Wien. Das Thema des größten europäischen Zeitungskongresses lautet dieses Jahr "Europas beste Zeitungsmacher - ihre Ideen, ihre Innovationen, ihre Konzepte". Der Schwerpunkt des zweiten Tages ist ein derzeit besonders aktuelles und brisantes Thema: "Gott und die Welt in den Medien - die neue journalistische Gratwanderung zwischen Pressefreiheit, Religion, Toleranz und
Verantwortung".
Im Rahmen des Kongresses findet auch die Vergabe des "European Newspaper Award" statt, bei dem erstmals seit sieben Jahren auch eine österreichische Zeitung geehrt wird. Die "Kleine Zeitung" konnte in der Kategorie beste regionale Tageszeitung überzeugen. "Im November gab es ein internationales Screening aller europäischen Tages und Wochenzeitungen. Dabei wurden Konzept und Design benotet, der Inhalt wurde nicht bewertet", erklärt Veranstalter Johann Oberauer, gegenüber pressetext. Als beste überregionale Tageszeitung wird der britische "Guardian" ausgezeichnet. Er überzeugte die Jury mit seiner Neupositionierung im Jahr 2005, bei der er trotz radikaler Layoutveränderung seine Identität bewahren konnte. Einen weiteren thematischen Schwerpunkt stellen dieses Jahr Innovationen der skandinavischen Medienlandschaft dar. Nach Nordeuropa gehen auch zwei der "Newspaper Awards": Die schwedische "Östersunds Posten" gewinnt als beste Lokalzeitung durch besonders übersichtliches und leserfreundliches Layout. Die finnische "Kauppalehti Presso" gewinnt aufgrund ihrer erfolgreichen Positionierung zwischen Zeitung und Zeitschrift. Ein weiterer Preis geht an die deutsche Wochenzeitung "Die Zeit". Zeitungen leiden zwar grundsätzlich unter rückläufigen Verkaufszahlen, man müsse jedoch differenzieren, wie Oberauer meint: "Es gibt einzelne hocherfolgreiche Titel. Zum Beispiel die Kronen Zeitung erreichte im letzten Jahr die höchste Reichweite überhaupt." Und es gibt auch immer wieder Neueinführungen, wie dieses Jahr die Zeitung "Österreich". "Ich halte nichts von Jammern, denn mit innovativen und kreativen Konzepten haben Zeitungen Zukunft. Dieser Kongress soll für Zeitungsmacher auch ein Ansporn sein, neue Ideen auszuprobieren", so Oberauer abschließend.
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