Genfer Reformations-Museum erhält Europarat-Museumspreis
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Pressemeldung von:
Kipa/Livenet
An der
ordentlichen Frühlingssession des Europarates in Strassburg wurde dem „Internationalen Museum der Reformation“ in Genf am Dienstagabend der diesjährige Museumspreis des Europarates übergeben. Der Museumspreis des Europarates wird seit 1977 jährlich jeweils an ein europäisches Museum verliehen, das einen bedeutenden Beitrag zum Bewusstsein des kulturellen Erbes Europas leistet. Die Auszeichnung ist mit 5’000 Euro dotiert. Das "Musée international de la réforme" in Genf ist nach 2003 erst das zweite Schweizer Museum, das diesen
prestigeträchtigen europäischen Museumspreis erhält; damals war das "Laténium" in Hauterive bei Neuenburg für seine Darstellung der La-Tène-Zivilisation ausgezeichnet worden.
Internationale Perspektive und religiöse Toleranz Die Juroren – Mitglieder des European Museum Forum (EMF) –, erküren jährlich aus den nominierten neuen oder neu gestalteten europäischen Museen das Europäische Museum des Jahres und vergeben ebenfalls den "European Museum of the Year Award". Sie lobten das Museum der Reformation für seine internationale Perspektive und seine religiöse Toleranz. Es verkörpere in erster Line eine starke europäische, ja internationale Dimension und gehöre zu den wenigen Museen in Europa, die religiöse Themen behandelten. Zudem strahle es eine freie und leichte Atmosphäre aus und vermittle die Ideen des Protestantismus in effizienter und anspruchsvoller Art. Jährlich über 25’000 Besucher Das „Internationale Museum der Reformation“ in Genf wurde im Frühjahr 2005 eröffnet. Es wird von Isabelle Graesslé geleitet. Das Museum ist in einem von einer geflohenen Hugenottenfamilie erbauten Patrizierhaus aus dem 18. Jahrhundert in der Genfer Altstadt eingerichtet. Jährlich wird das einzige Reformationsmuseum in Europa von über 25’000 Personen besucht. Zu zwei Dritteln stammen sie aus dem Ausland, namentlich aus Frankreich und den USA. Das Museum hat auch den Auftrag, das Gespräch zwischen den verschiedenen Konfessionen und religiösen Traditionen zu fördern. Dank zahlreichen Archivdokumenten und reichhaltigem Bildmaterial bietet die Dauerausstellung mit über 350 Original-Exponaten, mehrheitlich aus dem 16. und 17. Jahrhundert, sowie audiovisuellen Präsentationen eine detaillierte Chronik der Reformation von ihren Ursprüngen bis heute. Auch für" European Museum of the Year Award" nominiert Das „Internationale Museum der Reformation“ ist zusammen mit dem Zentrum Paul Klee in Bern und mit dem Naturmuseum in Winterthur ebenfalls für den diesjährigen "European Museum of the Year Award" nominiert. Dieser wird am 5. Mai im spanischen Alicante verliehen.
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