Gebete als Therapiemethode fragwürdig - "Der Glaube ist psychologisch durchaus mächtig" David Hodge, Forscher am College of Human Services der Arizona State University http://chs.asu.edu, hat eine Meta-Studie zum Effekt von Gebeten auf entfernte Zielpersonen veröffentlicht. Die Studie, die 17 einzelne Untersuchungen zu diesem Thema zusammenfasst, kommt dabei zu einem überraschenden Ergebnis: Zusammengenommen, so berichtet Hodge im Magazin "Research on Social Work Practice" http://rsw.sagepub.
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Gebete als Therapiemethode fragwürdig

2007/11/16 08:35

Pressemeldung von:
Markus Steiner
"Der Glaube ist psychologisch durchaus mächtig"

David Hodge, Forscher am College of Human Services der Arizona State University http://chs.asu.edu, hat eine Meta-Studie zum Effekt von Gebeten auf entfernte Zielpersonen veröffentlicht. Die Studie, die 17 einzelne Untersuchungen zu diesem Thema zusammenfasst, kommt dabei zu einem überraschenden Ergebnis: Zusammengenommen, so berichtet Hodge im Magazin "Research on Social Work Practice" http://rsw.sagepub.com , deuten die Studien auf einen zwar kleinen, aber signifikant positiven Effekt der Gebete hin. Ein Einsatz als alternative
Gebete als Therapiemethode fragwürdig
Gebete als alternative Therapiemethode (pixelio.de)
Therapiemethode gilt aber dennoch als äußerst fragwürdig.

"Mit solchen Studien wird der Versuch unternommen einen wissenschaftlichen Beweis dafür zu finden, dass Gott auf die Gesundheit der Menschen wirken kann", erläutert Eckart Straube, Leiter des Zentrums für Kultur und Psychologie in München, im Gespräch mit pressetext. Drei Jahre beschäftigt sich der Psychologe bereits mit der Wirkung von Spiritualität. Die in den letzten Jahren veröffentlichten Studien seien zwar zahlreich, liefern aber kein eindeutiges Ergebnis, so Straube. "Dennoch lässt sich aus einigen der vorgelegten Forschungsergebnissen durchaus darauf schließen, dass da eine Wirkung vorliegt", stellt er fest. Unumstritten sei auch, dass die beobachteten Effekte vom psychologischen Standpunkt aus sehr interessant sind. "Der Glaube ist psychologisch durchaus mächtig", ist sich Straube sicher.

Seit Jahrzehnten beschäftigen sich Forscher mit der Frage, ob das Bitten von Gläubigen um die Hilfe für Patienten von Gott erhört wird. In der Regel wird bei derartigen Untersuchungen eine Gruppe von Patienten mit einer bestimmten Krankheit beobachtet, von denen ein Teil in die Gebete von ihnen unbekannten Gläubigen eingeschlossen wird. Der Rest dient als Kontrollgruppe. Anschließend wird überprüft, ob jene, für die gebetet wurde, unterschiedliche Entwicklungen im Genesungsprozess aufweisen.

In der Vergangenheit hatten Studien solcher Art schon öfter einen Aufruhr in der Fachwelt ausgelöst. Vor allem die beteiligten Wissenschaftler wurden dabei massiv kritisiert. Die Art und Weise, wie sie Daten erhoben und ausgewertet hatten, wurde als unseriös angeprangert. So soll nach Ende einiger Studien des Öfteren so lange nach statistisch signifikanten Zusammenhängen gesucht worden sein, bis diese schließlich auch gefunden wurden. "Die Studien werden zwar in letzter Zeit methodologisch immer besser", schildert der Psychologe seine Eindrücke. Das Problem sei aber auch, dass diese zumeist von sehr gläubigen Wissenschaftlern durchgeführt werden. Trotz der fragwürdigen wissenschaftlichen Qualität solcher Untersuchungen ist Straube von der Kraft des Glaubens überzeugt: "Wenn Glaube und Überzeugung zusammentreffen, hat das einen Effekt auf den betreffenden Menschen."



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