Franzosen wollen CNN und Al-Jazeera das Fürchten lehren
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Pressemeldung von:
Linda Osusky
Deutsche Welle initiiert Kooperation für Talk-Sendung über Libanon-Konflikt
Heute, Mittwoch, um 20:20 Uhr geht France 24 http://www.france24.com, der erste internationale Nachrichtensender aus Frankreich und Gegengewicht zu den angelsächsischen Platzhirschen CNN und BBC, erstmals auf Sendung (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=061103017 ). Durchsetzen muss sich France 24, das unter anderem das arabische Publikum im Visier hat, auch gegen den Mitte November gelaunchten Sender Al-Jazeera international. Die am globalen TV-Nachrichtenmarkt unterrepräsentierten
Deutschen wollen ebenfalls mitmischen, denn die Deutsche Welle hat bereits eine Kooperation mit France 24 im Visier. Geplant ist eine gemeinsame Talksendung, in deren Fokus der Libanonkonflikt stehen soll. Der libanesische Sender Future TV http://www.future.com.lb soll in diese internationale Koproduktion eingebunden werden, wie Christoph Lanz, Fernsehdirektor der Deutschen Welle, gegenüber dem Branchendienst text intern sagte.
Ob aus dieser programmlichen Kooperation eine engere Zusammenarbeit zwischen den beiden Sendern erwachsen wird, könne Johannes Hoffmann, Sprecher der Deutschen Welle, noch nicht einschätzen. "Wir sind auf jeden Fall offen für eine engere Zusammenarbeit, wollen aber erst sehen, wie sich dieses Projekt entwickelt", sagt er gegenüber pressetext. Die Deutsche Welle leistete mit seiner medialen Präsenz im arabischen Raum Pionierarbeit, was den Auslandssender für die Franzosen interessant macht. "Unsere technische Reichweite, also Haushalte, die uns über Nilesat empfangen können, umfasst von Marokko bis Saudi-Arabien zehn Mio. Haushalte", so Hoffmann weiter. Die Deutsche Welle startete Anfang 2005 ein arabischsprachiges TV-Programmfenster. France 24 sieht sich als dritte Stimme unter den englischsprachigen Programmen und Al-Jazeera. Zunächst bleibt France 24 mit der Ausstrahlung in französischer und englischer Sprache bilingual. Ab dem Sommer 2007 sollen täglich vier Stunden in arabischer Sprache ausgestrahlt werden. Für einen späteren Zeitpunkt ist ein Programm in spanischer Sprache angesetzt. 2007 beträgt das Budget des Senders, der auf Initiative von Jacques Chirac hin gegründet wurde, 86 Mio. Euro, bestehend aus öffentlichen Geldern, und ist im Vergleich zum Jahresbudget der Konkurrenten BBC (600 Mio. Euro) und des kommerziellen CNN(900 Mio. Euro), bescheiden. France 24 ist Teil einer Allianz mit dem französischen Privatsender TF1 und dem öffentlich-rechtlichen France Televisions.
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