Familie: Nicht auf den Staat warten, sondern Initiative ergreifen
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Pressemeldung von:
Akademie für Ehe und Familie
„Das Bild der Familie als Nährboden für ein gelingendes Leben auch und gerade heute zu verkünden“ bezeichnete Erzbischof Dr. Robert Zollitsch am ersten Adventssonntag als eine der vordringlichen Aufgaben der Kirche; allerdings dürfe dies „nicht nur in schönen Sonntagsreden geschehen“. Es werde „nur dort auch den benötigten Resonanzkörper finden, wo durch das praktische Leben und das erfahrene Beispiel die Familie als Keimzelle des Lebens augenscheinlich wird“, so Zollitsch bei der kirchlichen Sendungsfeier für die Absolventen der Akademie für Ehe und Familie im
Schönstattzentrum Oberkirch.
Acht Ehepaaren überreichte er das Zertifikat, das sie nach erfolgreich absolvierter zweijähriger Ausbildung als Familientrainer ausweist. „Ich bin froh und dankbar, dass Sie hier gerade ansetzen. Nicht, indem Sie irgendwelche Statistiken führen, kluge Reden halten oder auf den Staat warten, sondern indem Sie als Christen Verantwortung übernehmen!“ Ziel der Akademie, so Ehepaar Maria Theresia und Prof. Dr. Hubertus Brantzen, sei nicht einfach Lobbyarbeit für Familien, sondern die Befähigung überzeugter Ehepaare, andere in Ehe und Familie zu bestärken. „Es geht um eine Stärkung der Basiskompetenz als Ehepaar“, so Brantzen. Jedes Ehepaar suche sich dann, den eigenen Anliegen und Stärken entsprechend, pastorale Einsatzfelder in der Kirche, im Bereich der Erziehung oder im nachbarschaftlich-beruflichen Lebensumfeld. In Anwesenheit zahlreicher Vertreter der Kirche, der Presse, der Kurs- und Akademieleiter sowie ihrer Gäste zeigten die acht Absolventen-Ehepaare dann in kurzen Statements, was ihnen die Akademie gebracht und zu welchem Thema sie „gebucht“ werden können. So sind manchen Ehepaaren Symbole und Rituale wichtig geworden, andere haben entdeckt, dass die oft aufgabenlösungsorientierte Kommunikation im Alltag nicht reicht, um als Ehepaar miteinander in der Tiefe im Gespräch zu bleiben, Darum braucht es eine Zeit für das „Ehegespräch“. „Das positive Beispiel ist es, das Kräfte freisetzt und andere motivieren kann. Wir wissen das von uns selbst, wenn wir uns an Menschen orientieren, die durch ihr gelebtes Zeugnis in uns neue Energien freisetzen, die uns den Mut geben, neu aufzubrechen. Denn Leben entzündet sich am Leben“, zitierte Erzbischof Zollitsch Pater Josef Kentenich, den Gründer der Schönstattbewegung, an deren Familienspiritualität sich die Akademie für Ehe und Familie orientiert. Im Februar beginnt in Oberkirch ein neuer Kurs der Akademie für Ehe und Familie. Noch einige wenige Plätze sind frei. Die Akademie für Ehe und Familie steht unter der Schirmherrschaft des Bischofs von Mainz, Kardinal Karl Lehmann.
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