FBI jagt Terroristen mit Trojanern
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Pressemeldung von:
Livenet
Hierzulande noch umstritten, steht die heimliche Online-Durchsuchung in den
USA schon auf der Tagesordnung. Wie jetzt in einem konkreten Fall bekannt wurde, schleust das FBI eigens entwickelte Trojaner auf Computer strafverdächtiger Personen ein. Ein richterlicher Durchsuchungsbefehl, der den Eingriff auf dem Computer eines US-Schülers genehmigte, ist nun über das Newsportal Cnet an die Öffentlichkeit gelangt. Das FBI schleuste die Spyware auf dem Computer des jungen Mannes ein, nachdem dieser mehrere Bombendrohungen über die Kommunikationsplattform www.myspace.com verschickt
hatte.
Die Diskussion über ein derartiges Vorgehen ist auch hierzulande bereits voll im Gange. "Dabei wird man das Gefühl nicht los, dass so mancher Politiker zu viele CSI-Filme gesehen hat", kritisiert der Deutsche Datenschützer Hans Zeger. Dass geheime Einschleusen von Spyware sei rechtsstaatlich unzulässig und eindeutig abzulehnen, so Zeger weiter. "Wenn Verdachtsmomente gegen eine Person vorliegen, hindert die Behörden niemand daran eine Hausdurchsuchung zu beantragen und den Computer zu beschlagnahmen. Beschuldigte haben dann aber die Möglichkeit selbst Rechtsmittel zu ihrer Verteidigung einzusetzen", argumentiert der Datenschützer. Geheime Online-Angriffe auf den Privatbereich seien jedenfalls völlig entbehrlich.
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