Es gibt keine einzelne Ursache für Golfkrieg-Krankheit
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Pressemeldung von:
Michaela Monschein
Veteranen machen medizinische Desaster verantwortlich
Das Fachmagazin Philosophical Transactions of the Royal Society http://www.jstor.org/journals/00804614.html hat 16 Aufsätze veröffentlicht, die die Forschung nach möglichen Ursachen für die Golfkrieg-Krankheit aufzeigen. Dazu gehört auch der Kontakt mit Chemikalien. Die Wissenschafter gehen davon aus, dass die Auswirkungen auf die Gesundheit der Soldaten erkannt wurden. Es gäbe jedoch keinen direkten wissenschaftlichen Zusammenhang zwischen dem Einsatz im Golfkrieg von 1991 und einem Syndrom. Die National Gulf Veterans
and Families Association http://www.ngvfa.com erklärte, dass eine Reihe von medizinischen Desastern zu einer Erkrankung geführt hatten.
In einem Kommentar schreibt Simon Wessely vom King's Centre for Military Health Research, http://www.kcl.ac.uk/kcmhr dass eine der vorgestellten Arbeiten zeige, dass es sich beim Golfkriegs-Syndrom um Fehlbezeichnung handle. "Es wurde keine neue Krankheit oder Symptommuster identifiziert, dass nur für die Veteranen dieses Krieges charakteristisch ist." Einer der Aufsätze untersuchte den Kontakt mit abgereichertem Uran, der von Veteranenvereinigungen als mögliche Ursache für Erkrankungen genannt wurde. Die Studie konzentrierte sich auf Soldaten, die dieser Uranform während dem Beschuss durch die eigenen Truppen ausgesetzt waren. Trotz dieses Kontaktes konnte keine Schädigung der Nieren nachgewiesen werden, die laut dem Fachmagazin zu erwarten gewesen wäre. Mehrere Aufsätze legen ebenfalls nahe, dass es keinen glaubhaften Nachweis dafür gäbe, dass der Kontakt mit Pestiziden oder Nervengiften wie Sarin direkt zu einer Erkrankung geführt habe. Die Wissenschafter regen jedoch an, dass die Diskussion um das Golfkriegs-Syndrom dazu führen sollte, dass die Betreuung der Soldaten vor, während und nach kriegerischen Auseinandersetzungen besser betreut werden. Wessely erklärte, dass weltweit große Anstrengungen unternommen worden seien, die Ursachen der mit dem Golfkrieg in Zusammenhang stehenden Erkrankungen zu erforschen. Jetzt habe sich gezeigt, dass es keine einzelne Ursache gäbe, sondern dass vielmehr eine Reihe von Faktoren entscheidend sei.
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