Erfolg im Kampf gegen die Kinderarbeit
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Pressemeldung von:
Kristina Sam
Zahl der arbeitenden Kinder geht zurück
Die Zahl der arbeitenden Kinder ist in den letzten vier Jahren von 246 auf 218 Mio. gesunken. Zu diesen Ergebnissen kam eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) http://www.ilo.org. Diese positive Entwicklung sei auf Kampagnen und neue Gesetze zurückzuführen, sagt die ILO. Es sind jedoch regionale Unterschiede feststellbar: Am stärksten fielen die Zahlen in Lateinamerika, in Afrika hingegen gab es keinen Rückgang. "Lateinamerika hat nicht nur beim Thema Kinderarbeit, sondern in vielen
Bereichen Fortschritte gemacht. In Afrika herrscht eine unsichere Situation aufgrund von Bürgerkriegen und Naturkatastrophen. Geberländer investieren ungern in instabile Regionen", erklärt Silvia Trseks von UNICEF Österreich http://www.unicef.at die Situation im Gespräch mit pressetext.
Die größte Verbesserung ist bei der Arbeit mit gefährlichen Chemikalien und im Sex-Geschäft festzustellen, wo die Zahlen um 26 Prozent zurückgingen. Brasilien wird von der ILO als Musterbeispiel hervorgehoben: Die Zahl der arbeitenden Fünf- bis Neunjährigen fiel dort um sechzig Prozent. In Afrika und Asien sieht die Entwicklung jedoch nicht ganz so rosig aus: 50 Mio. Kinder arbeiten noch immer in Afrika, sogar 122 Mio. in Asien. "Die meisten Kinder arbeiten in der Landwirtschaft oder als Hausbedienstete. Sie werden aber auch zur Herstellung von Sportartikeln oder Computereinzelteilen eingesetzt. Wie viele der Produkte, die bei uns erhältlich sind aus Kinderarbeit stammen, lässt sich nicht eindeutig sagen", so Trseks. Die ILO schätzt, dass 760 Mio. Dollar innerhalb der nächsten 20 Jahre nötig sein werden, um der weltweiten Kinderarbeit ein Ende zu setzen. Es werde sowohl versucht sowohl auf oberster Ebene Druck auszuüben, als auch die vor Ort arbeitenden NGOs zu unterstützen, meint Trseks. "Man kann nicht einfach zu den Kindern sagen: Ihr dürft nicht mehr arbeiten! Diese Kinder leben von dem Geld, es ist nötig Begleitstrukturen zu schaffen. Ein wichtiger Schritt wäre eine gerechtere Entlohnung für Erwachsene", erklärt Trseks die Problematik im Kampf gegen die Kinderarbeit.
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