Entwicklungsdilemma: Nokia bei Handy-TV auf Partnersuche - Outsourcing birgt mögliches Risiko des Kontrollverlusts Der marktbeherrschende finnische Mobiltelefonhersteller Nokia plant Berichten zufolge, die bislang hauseigene Entwicklung von DVB-H-Chips, mit denen digitale Rundfunkprogramme auf mobilen Endgeräten empfangen und abgespielt werden können, an spezialisierte Drittanbieter auszulagern. Diese Pläne stellen sich vor dem Hintergrund aktueller Umstrukturierungen des Konzerns dar, sich künftig nur mehr auf seine Kernkompetenzen im Bereich der Modemtechnologie - einschließlich der Protokollsoftware für WCDMA und GSM - zu konzentrieren, berichtet das asiatische Branchenportal Digitimes heute, Dienstag, unter Berufung auf taiwanesische Marktquellen. "Bei großen internationalen Mobilfunkanbietern und -herstellern ist es derzeit ein Trend, sich verstärkt auf die Kernkompetenzen zu fokussieren, um somit an der Effizienzschraube zu drehen. Auslagerungen machen zwar im Hinblick auf die Renditen- bzw. Margenerhöhungen Sinn, dennoch muss man erst einmal abwarten, was sich daraus letztlich ergibt und ob man als Unternehmen am Ende noch über genügend Einfluss verfügt", erläutert Annamarie Schlüter, Analystin der Hamburger Sparkasse, im Gespräch mit pressetext.
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Entwicklungsdilemma: Nokia bei Handy-TV auf Partnersuche

2007/09/05 08:38

Pressemeldung von:
Florian Fügemann
Outsourcing birgt mögliches Risiko des Kontrollverlusts

Der marktbeherrschende finnische Mobiltelefonhersteller Nokia plant Berichten zufolge, die bislang hauseigene Entwicklung von DVB-H-Chips, mit denen digitale Rundfunkprogramme auf mobilen Endgeräten empfangen und abgespielt werden können, an spezialisierte Drittanbieter auszulagern. Diese Pläne stellen sich vor dem Hintergrund aktueller Umstrukturierungen des Konzerns dar, sich künftig nur mehr auf seine Kernkompetenzen im Bereich der Modemtechnologie - einschließlich der Protokollsoftware für WCDMA und GSM - zu
Entwicklungsdilemma: Nokia bei Handy-TV auf Partnersuche
Auslagerungen derzeit im Trend (Foto: pixelio.de)
konzentrieren, berichtet das asiatische Branchenportal Digitimes heute, Dienstag, unter Berufung auf taiwanesische Marktquellen.

"Bei großen internationalen Mobilfunkanbietern und -herstellern ist es derzeit ein Trend, sich verstärkt auf die Kernkompetenzen zu fokussieren, um somit an der Effizienzschraube zu drehen. Auslagerungen machen zwar im Hinblick auf die Renditen- bzw. Margenerhöhungen Sinn, dennoch muss man erst einmal abwarten, was sich daraus letztlich ergibt und ob man als Unternehmen am Ende noch über genügend Einfluss verfügt", erläutert Annamarie Schlüter, Analystin der Hamburger Sparkasse, im Gespräch mit pressetext.

Als potenzielle DVB-H-Technologiepartner seien dem Vernehmen nach unter anderem führende Chiphersteller wie Texas Instruments http://www.ti.com , DiBcom, Newport Media und Siano Mobile Silicon im Gespräch. Branchenbeobachter rechnen jedoch damit, dass Texas Instruments eher nicht den Zuschlag erhalten wird. Begründet wird diese Einschätzung damit, dass das US-amerikanische Unternehmen bislang noch über einen Rückstand gegenüber seinen Marktrivalen verfügt und für Nokia daher nur in begrenztem Ausmaß in Betracht kommen wird.

Laut dem Bericht kann sich der französische Spezialist für Mobile-TV-Chips, DiBcom http://www.dibcom.fr , gute Chancen ausrechnen. Industriestimmen zufolge besitzt DiBcom bereits seit Ende 2005 eine erfolgreiche DVB-H-Produktionslinie. So stellte das Unternehmen Technologielösungen in diesem Segment bereits für namhafte Hersteller wie Samsung Electronics, LG Electronics, Motorola, Sagem und High Tech Computers her. Brancheninsider verweisen darauf, dass DiBcom aufgrund seiner Auslieferungsstärke von bis zu 1,5 Mio. Stück im Mobile-TV-Chipsegment für Nokia in die engere Wahl geraten könnte.

Kooperieren die Finnen tatsächlich mit einem der genannten Unternehmen, die vor allem im Bereich DMB, ISDB-T und MediaFLO entscheidende Entwicklungskapazitäten aufweisen, könnte dies zu neuen Mobile-TV-Standards neben bisherigen DVB-Konzepten führen, sind sich Marktbeobachter einig.



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