Ebay öffnet sich gegenüber externen Entwicklern
|
Pressemeldung von:
Andreas List
Onlineauktionshaus baut seine technische Infrastruktur um
Ebay hat unter dem Namen Ebox ein internes Projekt gestartet, um die technische Infrastruktur des Onlineauktionshauses umzubauen. Künftig soll die Webseite aus einer Reihe von modularen Diensten bestehen und nicht aus einer einzigen, vereinheitlichten Applikation. Der Modulaufbau ermöglicht es den Ebay-Entwicklern, neue Funktionen und zusätzliche Anwendungen ohne aufwendige Programmierarbeit in kürzerer Zeit umzusetzen, berichtet das Branchenportal Cnet. Schließlich könnten damit auch externe Techniker gelockt werden,
die auf Basis der Module eigene Applikationen entwickeln.
Das Ziel von Ebox ist es, künftig vorgefertigte Services anzubieten, durch deren sinnvolle Verbindung neue Anwendungen geschaffen werden können. Jede Funktion, die auf der Ebay-Plattform zu finden ist, beispielsweise die Artikelsuche oder die Lagerverwaltung wird mit einer Programmierschnittstelle (API - Application Program Interface) ausgestattet und kann somit als Dienst genutzt werden. "Das vereinfacht die Umsetzung neuer Funktionen erheblich", erläutert Eric Billingsley, Chef der Ebay Research Labs http://labs.ebay.com. Durch diese Service-orientierte Architektur (SOA) kann sich Ebay zudem gegenüber Drittentwicklern öffnen. "Von unserem Ansatz ist es nicht mehr weit, dass externe Applikationen mit unserem System entwickelt werden und auf unserem System laufen", so Billingsley. Der Startschuss für das interne Roll-Out fällt in der zweiten Jahreshälfte. Billingsley hofft, dass im Zeitraum von ein bis zwei Jahren auch Externe Zugriff auf das Entwicklersystem bekommen werden. Ein Datum für einen öffentlichen Release steht allerdings noch nicht fest. Zudem bremst Ebay-Sprecher Hani Durzy die Euphorie des Chefentwicklers: "Die Research-Abteilung prüft derzeit alle Möglichkeiten. Allerdings ist es noch viel zu früh, um die Richtung festzulegen, in die die Ebay-Plattform gehen wird." Der weitere Schritt hin zu einer "offenen Plattform" würde eine Verbesserung der Beziehung zu den externen Entwicklern bedeuten. Diese Gruppe wird für Plattform-Betreiber wie Ebay, Google, Amazon oder Microsoft für deren Bestreben, ein umfangreiches Portfolio an Diensten und Ad-Ons anzubieten, zunehmend wichtiger. Ebay verfügt zwar auch jetzt schon über gute Schnittstellen zu seinen Diensten, mit Ebox soll das System jedoch noch modularer und offener werden, meint Billingsley.
Kontakt zum Autor des Artikels:
E-Mail:
Kontakt aufnehmen
|
zurück zur Kategorieseite: Internet / Kommerzielle Dienste
Dieser Artikel wurde 654 Mal gelesen
Andere Artikel dieses Autors:
- Onlineportal verschenkt Programme in der Vollversion
- Brancheninitiative will Handyfotos verbessern
- EM und Olympische Spiele ziehen Onlinekriminelle an
- Forscher vergrößern biegbare Displays auf 10,4 Zoll
- Indoor-Navisystem lotst Feuerwehrleute durch Gebäude
- "w00t" - Internet-Slang siegt bei US-Wahl zum Wort des Jahres
- VMware rüstet sein Flaggschiff "Infrastructure" auf
- Flirt-Service entpuppt sich als Datenspion
- Hacker-Studenten: Deutsche und Österreicher top
- NFC: Mobilfunkbranche treibt kontaktloses Bezahlen voran
- mehr...