ESTTP: Nationale Solarthermie-Initiativen formieren sich
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Pressemeldung von:
Victoria Schubert
Deutschland folgt Österreich und
Slowenien mit eigener Plattform Die nationalen Initiativen der europäischen Solarthermie-Branche nehmen konkrete Formen an. Nachdem Anfang Dezember 2006 die Europäische Solarthermie-Technologieplattform (ESTTP) ihre Arbeit aufgenommen hat, formieren sich nun die einzelnen Länderplattformen. Österreich und Slowenien gründeten die ersten nationalen Plattformen, Deutschland folgt in diesen Tagen. Die Österreichische Plattform (ASTTP) nahm mit Juni 2007 ihre Arbeit auf. Ziel ist es, die Marktposition der heimischen
Solarthermie-Branche auf lange Sicht durch Forschungs- und Innovationsimpulse zu sichern. Forschungs- und Entwicklungskapazitäten sollen dabei stärker mit Gewerbe- und Industriebetrieben vernetzt werden. "Anfang Juni fand bereits ein Gründungsworkshop statt, bei dem Ziele und Hintergründe der Plattform erklärt sowie das Positionspapier der österreichischen Solarindustrie erarbeitet wurden", sagt Robert Buchinger, Gründungsmitglied der ASTTP, im Gespräch mit pressetext. Am 3. September folgt ein weiterer Workshop der ASTTP-Mitglieder, bei dem die nächsten konkreten Schritte gesetzt und Arbeitsgruppen gebildet werden, erläutert Buchinger. "Im Positionspapier wurde schon sehr viel vorgearbeitet. Innerhalb der Arbeitsgruppen werden dann die Detailthemen aufgeteilt und ein weiterer Plan ausgearbeitet."
Die Deutsche Solarthermie-Technologieplattform (DSTTP) nimmt nun ebenfalls mit einer zweitägigen Gründungsveranstaltung ihre Arbeit auf. Gestern, Donnerstag, und heute, Freitag, werden im Rahmen des DSTTP-Workshops sowohl die weitere Intensivierung der Solarwärmenutzung, als auch die technologischen, politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen und Chancen für die Branche diskutiert. In acht Arbeitsgruppen wird das weitere Vorgehen bei den Themen Komponenten und Systemfragen, Aus- und Weiterbildung sowie Marktbereitung besprochen. Im Zeitraum von einem Jahr soll in weiterer Folge eine Solarwärmevision und eine Forschungsstrategie auf nationaler Ebene erarbeitet werden. Die Gründung von nationalen Solarthermie-Plattformen als Schnittstelle zur ESTTP erfolgt auf freiwilliger Basis und geht auf Initiativen von Experten, Branchenvertretern und anderen interessierten Personen im eigenen Land zurück. "Auf europäischer Ebene geht es sehr gut voran. Am 22. und 23. Oktober wird der Erstentwurf der Roadmap bei der ESTTP-Konferenz in Brüssel vorgestellt", erklärt Buchinger die Fortschritte der ESTTP. Diese Roadmap soll bis Frühjahr 2008 fertig gestellt werden. Ziel der europäischen Plattform ist eine Gesamtstrategie, die eine gemeinsame Solarthermievision für das Jahr 2030 sowie eine entsprechende Forschungsstrategie umfasst und die letztlich der EU-Kommission vorgelegt werden soll. Bei der Gründung der ESTTP Ende Mai 2006 legten sich die Mitglieder auf einen Zeitrahmen von zwei Jahren bis zur Fertigstellung der Gesamtstrategie fest.
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