Disney verbannt Glimmstengel aus Filmen
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Pressemeldung von:
Linda Osusky
Filmstudio will sich als familienfreundliche Marke profilieren
Das Hollywoodstudio Walt Disney http://disney.go.com produziert ab sofort nur noch rauchfreie Filme. Disney, das derzeit an seinem familienfreundlichen Image feilt, wagt damit als erstes großes Filmstudio einen derartigen Schritt. Zusätzlich will Disney Antiraucherbotschaften auf DVDs seiner bisherigen Filme platzieren, in denen Rauchszenen vorkommen. Zuvor ging der Medienkonzern bereits radikal gegen Fastfood-Promotion und den Verkauf Arterien verkalkender Lebensmittel in seinen Vergnügungsparks vor, berichtet das
Wall Street Journal.
Disney-Chef Bob Iger kündigte an, die Antiraucherinitiative über die beiden zu Disney gehörenden Filmmarken Miramax und Touchstone hinaus auch auf andere Bereiche des Unterhaltungskonzerns zu übertragen. Die Maßnahme ist als Reaktion auf die Ankündigung der Motion Picture Association of America zu deuten, Rauchen neben Sex und Gewalt als Kriterium für die Jugendfreigabe aufzunehmen. Auch NBC Universal plant eine Reduktion von Rauchszenen in Filmen für Kinder und Jugendliche. Auf DVDs größerer Produktionen der Universalstudios werden bereits Antiraucher-Botschaften eingeblendet. Für Disney hat die Ankündigung tatsächlich jedoch kaum Auswirkungen, denn es gibt nur wenige Disney-Filme mit Rauchszenen. Außerdem trifft das Verbot nicht auf Pfeifen und Zigarren zu. Seit Iger vor zwei Jahren die Zügel von Disney in die Hand nahm, versucht er den Konzern verstärkt als familienfreundliche Marke zu etablieren. Mit dieser Profilierung soll Disney aus der Masse hervorstechen. Nach dem radikalen Vorgehen gegen ungesundes Essen und der aktuellen Antirauchermaßnahme könnten als nächstes Umweltinitiativen folgen.
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