Die meisten Menschen sind religiös - Ein Drittel der Weltbevölkerung wird von Religions-Statistikern dem Christentum zugerechnet. Einige andere Religionsgemeinschaften wachsen rascher als die Weltbevölkerung insgesamt. Zwar zählen die Forscher am renommieren ‚Gordon Conwell Theological Seminary’ in den USA 2,1 Milliarden Christen. Doch wächst die Gesamtzahl der Muslime (derzeit 1,3 Milliarden) am stärksten: um 1,9 Prozent jährlich, gegenüber 1,3 Prozent bei den Christen. Dies hat mit verbesserten Gesundheitssystemen in zahlreichen islamisch geprägten Ländern bei anhaltender verbreiteter Armut zu tun.
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Die meisten Menschen sind religiös

2006/03/24 10:08

Pressemeldung von:
Peter Schmid
Ein Drittel der Weltbevölkerung wird von Religions-Statistikern dem Christentum zugerechnet. Einige andere Religionsgemeinschaften wachsen rascher als die Weltbevölkerung insgesamt.

Zwar zählen die Forscher am renommieren ‚Gordon Conwell Theological Seminary’ in den USA 2,1 Milliarden Christen. Doch wächst die Gesamtzahl der Muslime (derzeit 1,3 Milliarden) am stärksten: um 1,9 Prozent jährlich, gegenüber 1,3 Prozent bei den Christen. Dies hat mit verbesserten Gesundheitssystemen in zahlreichen islamisch geprägten Ländern bei anhaltender verbreiteter Armut zu tun.
Die meisten Menschen sind religiös
Insgesamt wächst die Weltbevölkerung von aktuell knapp 6,5 Milliarden noch um 1,23 Prozent im Jahr.

Hindus und Stammesreligionen wachsen stärker
Der Hinduismus, die drittgrösste Religionsgemeinschaft, zählt laut den Forschern 870 Millionen (plus 1,5 Prozent jährlich). Weniger stark, ein knappes Prozent, legen die 380 Millionen Buddhisten zu. Weiter zählt man gesamthaft 108 Millionen Anhänger von Sekten, 25 Millionen Sikhs und 15 Millionen Juden. Der Religionsstatistiker David Barrett schätzt, dass nicht weniger als eine Viertelmilliarde Menschen Stammesreligionen anhängt; viele dieser Menschen, die traditionell an Geister glauben, werden allerdings von Sekten und Hochreligionen beeinflusst.

Kein Glaube – oder Aberglaube?
Die Zahl der Atheisten, die an keine Gottheit glauben und förmlich keine Religion bekennen, liegt unverändert bei 920 Millionen. Sie geniessen in den kommunistisch regierten Ländern Asiens (von Nordkorea über China bis nach Laos und Vietnam) materielle und soziale Vorteile, währenddem Christen in einigen Fällen mit dem Verlust ihrer Habe und ihrer Freiheit und Angriffen auf Leib und Leben rechnen müssen. Gottlosigkeit nach marxistischem Muster stammt aus Europa; was bei den Atheisten in Asien an traditionellem Aberglauben und religiösen Resten weiterlebt, wird von der Statistik nicht erfasst.

1,1 Milliarden Katholiken
Im christlichen Lager verschieben sich die Gewichte unmerklich. Zwar rechnet der Vatikan mit einer jährlichen Zunahme der Katholiken um 1,1 Prozent, doch dürfte ihr Anteil an der Weltbevölkerung zurückgehen. Neben den 1,1 Milliarden Katholiken – sie stellen die weltweit am besten organisierte religiöse Gemeinschaft – zählt man 703 Millionen Protestanten diverser Kirchen, 220 Millionen Orthodoxe und 80 Millionen Anglikaner.



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