"Die Erde braucht einen PR-Agenten"
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Pressemeldung von:
Linda Osusky
Al Gore schreibt Wettbewerb für Klimaspots aus. Der Klimaadvokat Al Gore schreibt nach
dem globalen Riesen-Event "Live Earth" einen Wettbewerb für die besten Werbespots zum Klimawandel aus. "Da wir mit einer echten Notsituation unseres Planeten konfrontiert sind, müssen wir der Erde einen PR-Agenten geben", sagt Al Gore in der New York Times. Der Wettbewerb, der von Gores gegründeten Umweltschutzorganisation "Alliance for Climate Protection" http://www.climateprotect.org ins Leben gerufen wurde, ist der Startschuss für eine auf drei bis fünf Jahre angelegte Werbe-Kampagne, um auf
den Handlungsbedarf in Sachen Klimaschutz hinzuweisen. Regierungen würden viel zu langsam auf die Krise der globalen Erderwärmung reagieren, betont Gore.
Die für TV und Internet gemachten Werbespots sollen ab Herbst ausgestrahlt werden. Zu gewinnen gibt es ein Hybridauto von Toyota, den Highlander hybrid S.U.V. "Die Leidenschaft für dieses Thema hervorzurufen ist eine tolle Idee. Leider ist der Preis am Ende ein Auto, wenn auch ein Hybrid-Auto", bedauert Greg Stern, Geschäftsführer der Werbeagentur Butler, Shine, Stern & Partners. Auch Greenpeace Deutschland übte Kritik an Al Gore. Weil DaimlerChrysler als Werbepartner für Live Earth auftrat, sagte Greenpeace die Teilnahme an der Veranstaltung, die in Deutschland in Hamburg stattfand, ab. "Wir haben nichts gegen das, was Al Gore tut, sondern gegen Sponsoren wie DaimlerChrysler, die mit ihren Autos keinen Beitrag zum Klimaschutz leisten", erklärt Karsten Smid, Klimaexperte bei Greenpeace, gegenüber pressetext. Der Wettbewerb für die Werbespots sei auch grundsätzlich zu begrüßen, sagt er weiter. Bis 12. September können Werbeagenturen aber Privatpersonen 15-, 30- oder 60-Sekunden lange Öko-Werbespots einreichen. Die Spots sollen auf Current TV - Gores Kabelsender - und im Internet auf Plattformen wie MySpace und YouTube ausgestrahlt werden. Gore hofft, dass einige TV-Sender Werbezeiten für die Spots spenden. Außerdem plant Gore Spenden in Millionenhöhe aufzutreiben, um die Werbespots auf Privatsendern ausstrahlen zu können.
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