Cursorsteuerung: Blasen statt Mausbewegung - Software errechnet, auf welchen Bereich des Monitors der User pustet Forscher am Georgia Institute of Technology http://www.gatech.edu haben eine neuartige Form der Steuerung von Computern entwickelt, bei der User gute Lungen haben sollten. Bei der entwickelten Technologie, die von den Wissenschaftler BLUI (Blowable and Localized User Interaction) getauft wurde, wird der Cursor am Desktop gesteuert, indem der User auf den Bildschirm bläst. Mit dem im Notebook verbauten Mikrofon werden die am Monitor verursachten Blasgeräusche aufgenommen und somit die Blasrichtung ermittelt.
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Cursorsteuerung: Blasen statt Mausbewegung

2007/11/16 08:38

Pressemeldung von:
Andreas List
Software errechnet, auf welchen Bereich des Monitors der User pustet

Forscher am Georgia Institute of Technology http://www.gatech.edu haben eine neuartige Form der Steuerung von Computern entwickelt, bei der User gute Lungen haben sollten. Bei der entwickelten Technologie, die von den Wissenschaftler BLUI (Blowable and Localized User Interaction) getauft wurde, wird der Cursor am Desktop gesteuert, indem der User auf den Bildschirm bläst. Mit dem im Notebook verbauten Mikrofon werden die am Monitor verursachten Blasgeräusche aufgenommen und somit die Blasrichtung ermittelt.
Cursorsteuerung: Blasen statt Mausbewegung
Anwender befehligt den Rechner durch Blasen auf den Monitor (Foto: Patel/Abowd)


Wie die Entwickler Shwetak Patel http://www.cc.gatech.edu/~shwetak und Gregory Abowd in einem Abstract beschreiben, nutzen sie verschiedene Frequenzmuster, die entstehen, wenn der Benutzer auf das Display pustet. Aus diesen lasse sich auf den entsprechenden Bereich schließen. Die Software muss jedoch vor der Benutzung für den User programmiert werden. Mithilfe eines Lernprogramms wird das Blasverhalten des Users erkannt. Die Software erstellt ein individuelles Blasprofil des Anwenders. Das System eignet sich laut Forscher zum Markieren von Text, Auswählen von Elementen oder zum Scrollen.

Der Wehrmutstropfen der Technik ist jedoch, dass sie relativ ungenau arbeitet. Wird der Bildschirm in neun Bereiche unterteilt, so bewältigt die Software eine fehlerlose Erkennung. Bei vier mal vier Segmenten sinkt die Erkennungsrate auf 95 Prozent ab. Bei 25 Felder liegt die Rate bei 80 Prozent. Bei 36 Bereichen werden nur mehr weniger als zwei Drittel der Blasversuche korrekt erkannt. In der praktischen Anwendung erweist sich die Blassoftware damit nicht als alleiniges Hilfsmittel zur PC-Steuerung tauglich.

Die Maus wird also nicht ersetzt. Geht es nach den Wissenschaftlern, so dient ihre Entwicklung als zusätzliches Hilfsmittel, wenn der User beispielsweise keine Hand mehr frei hat. Als großen Vorteil beschreiben Patel und Abowd den Kostenfaktor. Da es sich lediglich um eine Software handelt, die das Mikrofon des Notebooks nutzt, kostet das System wenig und kann überall eingesetzt werden.



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