Britische Truppen leiden unter totalem Streß
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Pressemeldung von:
Michaela Monschein
Dauer der Einsätze und PTSD hängen zusammen. Lange Einsätze erhöhen
das Risiko einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTSD). Die anhaltende Stationierung im Irak und in Afghanistan setzten die Truppen psychologischen Risiken aus. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des King's College London http://www.kcl.ac.uk gekommen. Von 5.500 regulären Soldaten waren rund 20 Prozent länger im Einsatz als empfohlen. Laut British Medical Journal http://www.bmj.com gibt es einen Zusammenhang zwischen langen Einsätzen und einem erhöhten PTSD-Risiko. Das britische Verteidigungsministerium
wiederum betonte, dass die Anzahl der Geisteskrankheiten innerhalb der Truppen gering sei.
Bei den Truppen wurden Richtlinien eingeführt, die festlegen, wie lange das Personal von den Familien getrennt sein darf und wie lange die Pausen zwischen den einzelnen Einsätzen sein muss. Diese Richtlinien werden auch eingesetzt um festzustellen, wann die Truppen überbeansprucht sind. Die Wissenschafter untersuchten die Auswirkungen der Anzahl und der Dauer von Einsätzen bei einem zufälligen Sample von Militärangehörigen, die an verschiedenen Operationen teilgenommen hatten. Das Team berechnete, dass Soldaten mit Einsätzen mit einer Dauer von 13 Monaten oder länger in einem Zeitraum von drei Jahren 20 bis 50 Prozent wahrscheinlicher an an PTSD-Symptomen litten. Mit dem langen Aufenthalt in einem Kriegsgebiet gingen auch allgemeine Gesundheitsprobleme und ernste Alkoholprobleme einher. Die überbeanspruchten Armeeangehörigen hatten zusätzlich während des aktiven Dienstes und danach auch eher Probleme zu Hause. Besonders deutlich fielen die Studienergebnisse bei Personen aus, die im direkten Kampfeinsatz waren. Ein Missverhältnis zwischen der erwarteten Länge des Einsatzes und der realen Dauer wurde ebenfalls mit einem höheren PTSD-Risiko in Verbindung gebracht. Rund einer von zehn Teilnehmern gab an, länger eingesetzt worden zu sein als erwartet.
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