Borderline: US-Gruppenprogramm erobert Europa
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Pressemeldung von:
Lisa Hartmann
Ein amerikanisches Programm zur Behandlung der Borderline-Persönlichkeitsstörung erobert derzeit Norwegen, die Niederlande und andere europäische Länder. Der Export des STEPPS-Programms der Universität von Iowa http://www.uiowa.edu nach Deutschland, Österreich oder in die Schweiz ist jedoch noch nicht geplant. Dort finden Menschen, die an der Persönlichkeitsstörung leiden, bereits ein gut ausgebautes Netzwerk aus Therapieeinrichtungen und Selbsthilfegruppen. Jetzt haben mehrere Wissenschaftler die Ergebnisse ihrer Kooperation in den Annals of Clinical Psychiatry veröffentlicht.
Unter der Borderline-Persönlichkeitsstörung werden verschiedene Störungsbilder zusammengefasst. Hauptsächlich kämpfen die Betroffenen damit, intensive Gefühle zu bewältigen, denken häufig an Suizid und verletzen sich in impulsiven Reaktionen selbst. STEPPS soll diesen Menschen Techniken vermitteln, die das Selbstbewusstsein steigern und den Umgang mit der Störung erleichtern, so Nancee Blum, Projektleiterin des Therapieprogramms von der Universität von Iowa. "Beim STEPPS-Programm geht es hauptsächlich um das Erlernen des Emotions-Managements", erklärt Blum. Dazu treffen sich die Betroffenen wöchentlich in einer Gruppe und lernen ihre Denkweise über sich selbst und über andere zu verändern. Ein Schwerpunkt wird auch auf die Kommunikation gelegt. Die Borderliner können lernen, sich gegenüber Ärzten, Verwandten, Freunden oder ebenfalls Betroffenen auszudrücken. Die US-Wissenschaftler postulieren, dass ihr Therapieprogramm die Standard-Behandlung von Medikamenten in Verbindung mit individueller Psychotherapie ergänzt. Derzeit werden gerade STEPPS-Gruppen in Norwegen etabliert.
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