BitTorrent: Closed Source soll kostenloses Service retten
|
Pressemeldung von:
Martin Stepanek
Dritthersteller missbrauchen offene
Quellcodes für lizenzpflichtige Angebote Die bekannte P2P-Software BitTorrent http://www.bittorrent.com wird ab Version 6.0 nur mehr als Closed Source veröffentlicht. Das hat BitTorrent-Präsident Ashwin Navin in einem Interview mit dem Newsportal Slyck bekannt gegeben. Mit der Entscheidung will das Unternehmen verhindern, dass mit dem BitTorrent-Protokoll wie bisher unsaubere Geschäfte gemacht werden. Dritthersteller hätten die Software in der Vergangenheit wiederholt unter eigenem Namen und unter Zugabe von Spyware angeboten - dies
mitunter auch kostenpflichtig. "Niemand in der BitTorrent-Community soll aber jemals etwas für diese Software bezahlen müssen", so Navin.
Die BitTorrent-Verantwortlichen waren bei der Veröffentlichung der Beta-Version 6.0 dafür kritisiert worden, dass der Quelltext der Community nicht mehr offen zur Verfügung steht. BitTorrent hält dem entgegen, dass man die Entwicklung unabhängiger BitTorrent-Clients auch in Zukunft fördern wolle und hat ein entsprechendes Software Development Kit zu diesem Zweck angekündigt. Auch werde man weiterhin an der Strategie festhalten, ältere Versionen der Software als Open Source zu veröffentlichen. Darüber hinaus soll auch das Protokoll der Software offen bleiben. Dass die neueste BitTorrent-Version als Closed Source veröffentlicht wird, ist unter anderem auch darauf zurückzuführen, dass die Software auf dem überaus erfolgreichen uTorrent-Client basiert. Dieser wurde von BitTorrent Ende 2006 aufgekauft und war seit jeher eine Applikation mit Closed Source. Den Erfolg von uTorrent werten die BitTorrent-Verantwortlichen als bestes Beispiel, dass auch eine proprietäre Applikation die Anforderungen der P2P-Community bestens erfüllen kann.
Kontakt zum Autor des Artikels:
E-Mail:
Kontakt aufnehmen
|
zurück zur Kategorieseite: Computer / Software
Dieser Artikel wurde 476 Mal gelesen
Andere Artikel dieses Autors:
- YouTube-Video warnt japanische Kids vor Walfang
- Riesiges Funkteleskop sucht außerirdische Signale
- Airbus A380 mit Linux-PC auf jedem Sitzplatz
- "Grafik-Technologien hinter Second Life total veraltet"
- Wurm-Hysterie: F-Secure bezweifelt Horrorszenarien
- Virenschreibern gehen die Ideen aus
- Energiefresser Display: Mit Wasser und Öl gegen Akkuschwäche
- OpenOffice integriert PDF-Bearbeitungsfunktion
- Lizenz-Verletzungen: Skype nur die Spitze des Eisbergs
- mehr...