Biometrischer Pass gefährdet die Existenz der Fotofachgeschäfte in der Schweiz - Die Passbilder für den neuen biometrischen Pass sollen künftig in acht amtlichen Passzentren erstellt werden. Damit entgeht dem Fotohandel ein bedeutender, für viele sogar existenzieller Geschäftsbereich. Dabei liefert der Fotohandel heute schon Passbilder, die in den meisten EU-Ländern für den biometrischen Pass akzeptiert werden. Weshalb sieht die Schweiz eine Lösung vor, die den Fotohandel existenziell bedroht und sich von den ausländischen Verfahren ohne sichtlichen Vorteil unterscheidet? Das Passbild stellt für viele Fotogeschäfte traditionell einen äusserst wichtigen Geschäftszweig dar. Er ist für viele renommierte Geschäfte zum wichtigsten Existenzträger geworden, nachdem das Kamerageschäft mit einem enormen Preiszerfall immer härter geworden ist und der Filmverkauf und das Bildgeschäft fast völlig eingebrochen sind.
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Biometrischer Pass gefährdet die Existenz der Fotofachgeschäfte in der Schweiz

2006/05/04 09:21

Pressemeldung von:
Heiri Mächler
Die Passbilder für den neuen biometrischen Pass sollen künftig in acht amtlichen Passzentren erstellt werden. Damit entgeht dem Fotohandel ein bedeutender, für viele sogar existenzieller Geschäftsbereich. Dabei liefert der Fotohandel heute schon Passbilder, die in den meisten EU-Ländern für den biometrischen Pass akzeptiert werden. Weshalb sieht die Schweiz eine Lösung vor, die den Fotohandel existenziell bedroht und sich von den ausländischen Verfahren ohne sichtlichen Vorteil unterscheidet?

Das Passbild stellt für viele Fotogeschäfte traditionell einen äusserst
Biometrischer Pass gefährdet die Existenz der Fotofachgeschäfte in der Schweiz
wichtigen Geschäftszweig dar. Er ist für viele renommierte Geschäfte zum wichtigsten Existenzträger geworden, nachdem das Kamerageschäft mit einem enormen Preiszerfall immer härter geworden ist und der Filmverkauf und das Bildgeschäft fast völlig eingebrochen sind. Um diese Entwicklung zu kompensieren, haben sich viele Fotogeschäfte auf das Personenbildnis und das Passbild konzentriert und konnten sich darin in den letzten Jahren einen Namen schaffen. Andere sind seit Jahrzehnten auf Passbilder spezialisiert und haben sich auf Grund ihres Könnens und ihrer fachlichen Kompetenz einen grossen Kundenkreis aufgebaut.

Der Entscheid des Bundesrates, die biometrischen Pässe in acht Passzentren der Schweiz herzustellen und dort auch die erforderlichen Passbilder durch Amtspersonen erstellen zu lassen, trifft den Fotohandel hart und viele Geschäfte in ihrer Existenz. Der Verband Fotohandel Schweiz (VFS) schätzt, dass über 100 renommierte Fotogeschäfte in der gesamten Schweiz gefährdet sind. Das sind gegen 500 kompetente Arbeitsplätze und Geschäftsinhaber, sowie jährlich zwischen 50 bis 60 Lehrstellen in einem sehr attraktiven und begehrten Fotoberuf.

Dabei gibt es keinen vernünftigen Grund, weshalb die Passbilder nicht wie bisher von den Fotohändlern und Fotografen erstellt werden konnten. Erstens sind den Fotohändlern die Anforderungen der Passbilder für den biometrischen Pass bekannt und zweitens akzeptieren die meisten EU-Staaten die Passbilder der Fotohändler. Die deutsche Botschaft der Schweiz hat auf ihrer Homepage sogar eine Liste der Fotografen veröffentlicht, die die Passbilder für den deutschen biometrischen Pass erstellen. Weshalb ist für den Schweizerpass nicht ein ähnliches Vorgehen möglich?

Sollte die Lösung der Passzentren in der geplanten Form realisiert werden, so wird der Detailhandel in der Schweiz in einer weiteren Branche deutlich und unwiederbringlich geschwächt. Der Verband Fotohandel Schweiz bittet daher die Medien, die Öffentlichkeit über diesen Aspekt des neuen Schweizerpasses zu informieren.

Weitere Informationen: Verband Fotohandel Schweiz, Präsident Heiri Mächler, 8630 Rüti ZH http://www.fotohandel.ch



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