Baltikum: Gestiegene Kaufkraft lässt Investoren aufhorchen
|
Pressemeldung von:
Florian Fügemann
Risiko durch mögliche Überhitzungstendenzen noch nicht gebannt
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingen für die baltischen Länder Estland, Lettland und Litauen sowie Russland und Polen entwickeln sich positiv und könnten Anleger in naher Zukunft anlocken. Zu diesem Fazit gelangen Experten der europäischen Fondsvertriebsgesellschaft Nordea Investment Funds S.A. http://www.nordea.com in der aktuellen Analyse "Baltic Rim Outlook". Vor allem die erzielten Fortschritte auf den Arbeitsmärkten zeigen einen relevanten Anstieg der Kaufkraft, wobei diese mittlerweile den wichtigsten
Wirtschaftsfaktor darstellt.
"Die wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Region ist ähnlich wie die in Zentral- und Osteuropa. Ein interessanter Indikator hierbei ist, dass die Gehälter in Lettland um mehr als 30 Prozent angestiegen sind, in Russland seit 2000 mehr als sechs Mio. neue Arbeitsplätze geschaffen wurden und in Polen die Arbeitslosenquote seit dem EU-Beitritt 2004 um satte sieben Prozent zurückging", erläutert Johannes Rogy, Head of Fund Distribution bei Nordea Austria, im Gespräch mit pressetext. Laut dem Fachmann hätten sich die Risiken einer möglichen Überhitzung zwar wesentlich abgeschwächt, dennoch seien auch diese Faktoren vor dem Hintergrund einer sehr geringen Sparquote noch nicht völlig zu vernachlässigen. "Vor allem die geringe Sparquote ist ein Thema, was man im Auge behalten sollte. Aufgrund der geographischen Begrenztheit planen wir mittelfristig jedoch nicht, entsprechende Fonds in diesen Ländern aufzulegen. Auch wenn Nordea einen Investmentfonds für die Zukunft nicht kategorisch ausschließt, haben wir derzeit zumindest nichts Konkretes in der Pipeline", sagt Rogy auf Nachfrage von pressetext. In Anbetracht der wirtschaftlichen Entwicklung verweisen Fachleute auch immer wieder darauf, dass sich das Geschäft mit Bankkrediten in den Regionen zwar verlangsamt, das große Leistungsbilanzdefizit sich im besten Fall jedoch nur stabilisiert hat. Einzig in Litauen vermuten Beobachter keine Überhitzungstendenzen. Hinsichtlich der Situation in Russland heben die Nordea-Analysten dessen zyklische Entwicklung hervor und verweisen auf den derzeit stattfindenden Investitions-Boom. So sei der Wert, der den Verbrauch der russischen Haushalte darstellt bereits zweimal so hoch wie in Polen. Zudem eröffnet die rapide wachsende Kaufkraft der Mittelschicht nordischen Unternehmen neue Optionen, unterstreicht Mika Erkkilä, Senior Analyst bei Nordea, in einer Aussendung des Unternehmens. Trotz der anstehenden Wahlen in Russland erwarten die Fachleute nicht, dass die wirtschaftliche Stabilität davon beeinträchtigt wird. Für Polen hingegen wird ein starker Wachstumsschub prognostiziert, der von der Binnennachfrage getragen wird. Anzeichen einer Überhitzung seien zwar erkennbar, jedoch halte sich das Risiko in Grenzen.
Kontakt zum Autor des Artikels:
E-Mail:
Kontakt aufnehmen
|
zurück zur Kategorieseite: Wirtschaft / Finanzgewerbe
Dieser Artikel wurde 323 Mal gelesen
Andere Artikel dieses Autors:
- Blutbad der Aktienmärkte verhindert: Fed senkt Leitzins
- Rückblick 07: Dot-Com-Blase, die Zweite
- Plasma-TVs: Revolution der Großformate
- Toshiba in der Klemme: OLED-TV-Massenproduktion abgesagt
- Low-Cost-Notebooks: Hersteller machen Hamsterkäufe
- iPhone-Strategie droht in Europa zu scheitern
- Atari-Krise hält an: Umsatz fällt ins Bodenlose
- Private Equity in China: Stolperstein Bürokratie bremst
- Yahoo Europe: Probleme heizen Microsoft-Übernahmegerüchte an
- mehr...