Apple arbeitet im Stillen an iTunes-Video-Verleih
|
Pressemeldung von:
Linda Osusky
Angebot soll für Auftrieb bei Apple TV und iPhone sorgen
Apple arbeitet an einem Online-Videoverleih-Angebot auf seinem iTunes-Store. Der Konzern befindet sich für den Aufbau des Video-on-Demand-Angebots (VoD) derzeit in Gesprächen mit den großen Filmstudios Hollywoods, heißt es in einem Bericht der Financial Times vom Sonntag. Die Filmstudios sind angesichts eines Download-Videoverleihs auf iTunes gespalten. Während Paramount Pictures http://www.paramountpictures.com diesem Angebot offen gegenüber steht, ist Universal Studios http://www.universalstudios.com dagegen. Für
VoD-Anbieter in den USA hätte Apples Angebot jedenfalls weitreichende Folgen, da sich die Verbraucher mit Apple teure Abonnenmentkosten bei Satelliten- und Kabelbetreibern ersparen würden.
Mit dem Videoverleih hofft Apple den Verkauf seiner Hardwaregeräte, wie etwa das für Ende Juni angekündigte iPhone, in Schwung zu bringen. Am meisten würde von dem Angebot Apple TV profitieren. Das seit März dieses Jahres erhältliche Gerät hat laut Berichten mit Schwierigkeiten zu kämpfen, denn derzeit fehlt es noch an einem umfassenden Angebot an Inhalten. "VoD gibt der Apple-TV-Box eine viel größere Zweckmäßgikeit. Derzeit beschränkt sich das Gerät darauf, dass man Inhalte von iTunes auf den Fernseher verschieben kann. Aber es läuft darauf hinaus, Filme direkt auf den Fernseher zu bestellen", äußert sich der Manager eines Hollywoodstudios zu Apples Plänen. Wie das Angebot im Detail aussehen wird, ist noch nicht ganz klar. Amazon und Microsoft betreiben bereits online DVD-Verleih-Angebote, die Apples VoD-Angebot an den Rand drängen könnte. Eine Studie der Marktforscher von iSuppli prognostiziert, dass VoD-Angebote den Marktanteil von DVD-Verkauf und -Verleih in 15 Jahren stark zusammenschrumpfen lassen werden. Apples Hardware-Vorteil würde auch für andere VoD-Anbieter ernst zu nehmende Konkurrenz bedeuten. Apple hat eigenen Angaben zu Folge bislang 15 Mio. Video-iPods verkauft. Der laut eigenen Angaben größte VoD-Anbieter in Deutschland, Maxdome http://www.maxdome.de, zeigt sich von Apples Plänen noch unbeeindruckt. "Wir sind sehr gut positioniert und bauen unser Angebot stetig aus", erklärt Christian Senft, Sprecher von Maxdome, das zur ProSiebenSat.1-Gruppe gehört, gegenüber pressetext. Maxdomes Filmkatalog zählt rund 5.000 Titel für den Streaming-Bereich und hat 170.000 aktive Nutzer. Zu Umsatz und Nutzung äußert sich das Unternehmen nicht.
Kontakt zum Autor des Artikels:
E-Mail:
Kontakt aufnehmen
|
zurück zur Kategorieseite: Computer / Internet
Dieser Artikel wurde 358 Mal gelesen
Andere Artikel dieses Autors:
- Disney verbannt Glimmstengel aus Filmen
- Hohe Suchtgefahr bei Online-Rollenspielen
- Online-Videos treibende Kraft für Werbeinvestitionen
- Universal Music: Vorwurf wegen Missbrauch von Urheberrechten
- Deutscher Titel für Harry Potter VII steht fest
- Schulbuch sorgt in Israel für Wirbel
- Rassismusvorwurf gegen Tim und Struppi
- China gibt Internet die Schuld an ungewollten Schwangerschaften
- Online-Games boomen weltweit
- Terrorberichte: Polizei bindet britischer Presse die Hände
- mehr...