Amnesty International verteidigt neuen Kurs bei Abtreibung
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Pressemeldung von:
Livenet
amnesty international (ai) hat einen neuen Kurs in
der Frage von Abtreibung und Frauenrechten beschlossen und gegen Kritik aus dem Vatikan verteidigt. Nach zweijährigen internen Beratungen hatte sich Mitte August die Internationale Ratstagung der Menschenrechtsorganisation in Mexiko-Stadt mit "überwältigender Mehrheit" dafür ausgesprochen, Abtreibungen von jeder Strafe freizustellen. Schwangere müssten nach Vergewaltigung, Inzest und bei Lebensgefahr ein "Recht auf Abtreibung" haben. Darüber hinaus forderte das höchste ai-Gremium einen freien Zugang von Frauen zu medizinischen
Leistungen nach Abtreibungen.
Nach Kritik der römisch-katholischen Kirchenleitung präzisierte amnesty, man äussere sich nicht grundsätzlich zum Richtig oder Falsch von Abtreibung und unterstütze auch nicht ein allgemeines "Recht auf Abtreibung". Bei zentralen Menschenrechtsfragen, etwa dem Kampf gegen Folter und Todesstrafe oder der Freilassung von Häftlingen aus Gewissensgründen, sei amnesty mit dem Vatikan eins.
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