Alzheimer-Impfstoff geht in die Entwicklung
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Pressemeldung von:
Victoria Danek
Europaweite Zusammenarbeit soll Alternativen erproben
Die Affiris GmbH http://www.affiris.com gab am Montag den erfolgreichen Vertragsabschluss des EU-Projekts MimoVax bekannt. Das Projekt ist Teil des 6. EU-Rahmenprogramms und befasst sich mit der Entwicklung eines Alzheimer-Impfstoffes, der sich gegen spezielle Formen des Alzheimer verursachenden Beta-Amyloids richtet. Bei der Entwicklung des Impfstoffes wird auf eine europaweite Zusammenarbeit gesetzt. Gleichzeitig gab Affiris bekannt, bereits einen ähnlichen Impfstoff entwickelt zu haben, der in den nächsten Monaten in die
klinische Testphase übergehen soll.
"Alzheimer wird von Ablagerungen des Beta-Amyloid-Peptids verursacht", erklärt Frank Mattner, Projekt-Koordinator bei Affiris. Zu diesen Plaqueablagerungen komme es, wenn sich Teile eines körpereigenen Proteins von der Oberfläche der Nervenzellen lösen und miteinander verklumpen. "Der Impfstoff 'Affitop AD01' richtet sich genau gegen diese Peptide und trägt dazu bei die Plaques abzubauen", führt Mattner weiter aus. Wie Mattner gegenüber pressetext ausführt, werde das Hauptprojekt von Affiris Anfang nächsten Jahres die verschiedenen vorgeschriebenen klinischen Prüfungen mit Patienten durchlaufen, die sich bis 2011 hinziehen werden. Erst danach könne die allgemeine Zulassung erfolgen. Zusätzlich zu diesem Impfstoff soll in Zusammenarbeit mit Deutschland und Spanien ein weiterer Impfstoff entwickelt werden. "Beide Impfstoffe richten sich gegen die Beta-Amyloide. Sie unterscheiden sich durch das Antigen", erläutert Mattner gegenüber pressetext. Mechanischer Stress oder Enzyme können den Abbau oder die chemische Veränderung einiger Aminosäuren, aus denen die Peptide bestehen, bewirken. "Es ist möglich, dass 'Affitop' nicht bei allen Patienten wirkt, daher ist es wichtig auch Alternativen zu entwickeln", erklärt Mattner weiters im pressetext-Gespräch. Im Zuge des MimoVax-Projekts soll nun ein Impfstoff für diese modifizierten Peptide entwickelt werden. Im Zuge des erfolgreichen Vertragsabschlusses erhielt das Projekt 2,4 Mio. Euro Förderung zur Umsetzung. Dadurch sollen in den nächsten drei Jahren sowohl die präklinische als auch die erste klinische Entwicklungsphase finanziert werden. "Erste präklinische Ergebnisse erwarten wir innerhalb eines Jahres", erläutert Mattner abschließend auf Anfrage von pressetext. Die gute Bewertung des MimoVax-Projektes durch die Gutachter des EU-Rahmenprogramms und die damit verbundene Förderung sieht Mattner als einen "tollen Vertrauensbeweis".
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