Reise mit achtfacher Wahrnehmung zum Auftakt des Projekts ANTIPODIUM - Prolog definierte Kernthemen für Symposienreihe des Vorarlberger Architektur Instituts Wichtige Zukunftsthemen im Spannungsfeld von Architektur und Gesellschaft definierten die acht TeilnehmerInnen des Prologs zum Projekt ANTIPODIUM des Vorarlberger Architektur Instituts vai. Die Themen sollen in den kommenden Jahren in einer Symposienreihe weiter vertieft werden. Das vai will mit dem Projekt neue Impulse für die Architektur auf regionaler wie europäischer Ebene anregen. Vier Tage lang waren acht Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur und Architektur beim Prolog zur Symposienreihe ANTIPODIUM durch Vorarlbergs Talschaften unterwegs. Sie erhielten einen vielgestaltigen Einblick in Architektur, Raum und Gesellschaft der Region.
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Reise mit achtfacher Wahrnehmung zum Auftakt des Projekts ANTIPODIUM

2006/09/14 09:19

Pressemeldung von:
Vorarlberger Architekturinstitut vai
Prolog definierte Kernthemen für
Symposienreihe des Vorarlberger Architektur Instituts

Wichtige Zukunftsthemen im Spannungsfeld von Architektur und Gesellschaft definierten die acht TeilnehmerInnen des Prologs zum Projekt ANTIPODIUM des Vorarlberger Architektur Instituts vai. Die Themen sollen in den kommenden Jahren in einer Symposienreihe weiter vertieft werden. Das vai will mit dem Projekt neue Impulse für die Architektur auf regionaler wie europäischer Ebene anregen.

Vier Tage lang waren acht Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur und Architektur
Reise mit achtfacher Wahrnehmung zum Auftakt des Projekts ANTIPODIUM
Im Uhrzeigersinn: Christine Ax, Marina Hämmerle, Christine von Weizsäcker, Lucia Degonda
beim Prolog zur Symposienreihe ANTIPODIUM durch Vorarlbergs Talschaften unterwegs. Sie erhielten einen vielgestaltigen Einblick in Architektur, Raum und Gesellschaft der Region.

Unterschiedlichste Milieus wurden von ihnen „ergangen“, industrielle und bäuerliche Strukturen erfahren, Einfamilienhäuser des Bürgertums und Ortskerne mit hohem Migrantenanteil erlebt. Die Prolog-Teilnehmer besuchten Bauten für den Tourismus, Orte mit historischem Rückgrat und Orte der Kaufkraft und suchten das Gespräch mit Handwerkern, Bewohnern, Planern und Leistungsträgern der new economy.

„Mit ihrem spezifischen Hintergrund, ihrem Wissen und ihren Erfahrungen konnte jeder Einzelne Sichtweisen einbringen, die wesentlich für die geplanten Symposien sind“, betont vai-Direktorin Marina Hämmerle. Fünf wichtige Themen kristallisierten sich im Laufe der Diskussionen als wesentlich heraus:

Zeiträume: Wie gehen wir mit Traditionen um? Wie können die erhaltenswerten Qualitäten, Kultur, Natur und Traditionssinn als Ressource nachhaltig gestaltet und in Zukunftsbilder überführt werden? Welche Impulse können wir setzen, um einer Verflachung entgegen zu wirken? Was darf Vergangenes sein, wo liegt Zukunftsträchtiges?
Sozialer Raum: Wie sehr basiert unsere „Baukultur“ auf der Kraft einer privilegierten Teilgesellschaft? Wie kann auch dem Schwachen und Fremden Raum gegeben werden?
Hat das klassische Einfamilienhaus noch seine Berechtigung? Wann reagieren unsere Siedlungsstrukturen auf die derzeitigen sozialen Strukturen? Wo bleiben Lernräume, gestaltbare, undefinierte Räume?
Widerstandskulturen beleben: Wo gibt es im „Erfolgsmodell Vorarlberg“ Abbrüche,
wo bleiben gewisse Gruppen benachteiligt? Was muss sich ändern, weggeräumt werden,
um Kreativität und Zukunftsfähigkeit entstehen zu lassen?
Zukunftsbilder kommunizieren: Was kann, ohne zu einer neuen rigiden Norm zu werden,
als Vorbild wirken? Wie sehr zählt das Individuum und wie sieht heute Gemeinschaft aus?
Wie können Räume Gemeinschaftsbildung beeinflussen?
Perfekt versus Provisorisch: Führt Perfektion zur Erstarrung? Wo bleiben Räume der „Wildnis“ zwischen diesen scheinbar perfekten Orten? Was bedeutet Flexibilität wirklich? Evolution und Prozesshaftigkeit passiert in Randzonen. Wer wird an diesen Prozessen beteiligt? Wie kann eine Kultur des Zuhörens ohne Bevormundung und ohne Überforderung entstehen?

Diese Fragestellungen liefern dem Vorarlberger Architektur Institut vai wesentliche Ansätze für die Konzeption und Erarbeitung des Projekts ANTIPODIUM. „Die Themen sind eingebettet im Spannungsfeld Individualität–Gemeinschaft. Der Schwerpunkt für das erste Symposium wird nach Rückkoppelung in der Steuerungsgruppe des vai definiert werden“, beschreibt Marina Hämmerle den weiteren Verlauf des Projekts.

Geplant sind beim Projekt ANTIPODIUM nun drei jeweils zweiwöchige Symposien – voraussichtlich in den Jahren 2007, 2009 und 2011. Sie sollen „Festival- und Studiencharakter zugleich“ haben. Der Ort dafür wird biennal aufs Neue von StudentInnen internationaler Hochschulen geschaffen und manifestiert die Thematik des jeweiligen Jahres. Das vai will mit dem Projekt ANTIPODIUM sowohl ein internationales Fach- als auch an ein breites öffentliches Publikum ansprechen.

FAKTEN
A N T I P O D I U M

Veranstalter: Vorarlberger Architektur Institut vai
Ablauf: Prolog Sommer 2006
1. Akt Sommer 2007
2. Akt Sommer 2009
3. Akt Sommer 2011
Epilog Frühjahr 2012

Konzeption: vai
Finanzierung: vai mit Unterstützung des Landes Vorarlberg, des Bundeskanzleramtes und der Privatwirtschaft.

Prolog
Dauer: 31. August – 3. September 2006
TeilnehmerInnen:
Christine Ax D Philosophin, Unternehmerin, Handwerksforscherin
Lucia Degonda CH Fotografin
Marina Hämmerle A Architektin GF vai
Georg Hoanzl A Kulturmanager
Heiner Keupp D Psychologe
Otto Kapfinger A Architekturkritiker
Harm Lux NL Kurator
Christine von Weizsäcker D Biologin Technikfolgenabschätzung

Moderation:
Alfred Zauner A Organisationsberater

Route:
Unteres Rheintal / Rheintal Walgau / Montafon Klostertal Lech / Lechtal Bregenzerwald
Rückfragehinweis für die Redaktionen:
Vorarlberger Architektur Institut vai, Marina Hämmerle, Tel 0043/699/15116901, Mail mh@v-ai-i.at
Nina Kaltenbrunner
Pzwei. Pressearbeit, Plattenstraße 5, A-6900 Bregenz
T +43 5574 44715, F +43 5574 44715 10, Mail nik@pzwei.at, www.pzwei.at


Bildtexte:
Das Spannungsfeld zwischen Architektur und Mensch untersuchen die TeilnehmerInnen am Prolog zum Projekt A N T I P O D I U M des Vorarlberger Architektur Instituts vai.
prolog1.jpg
Im Uhrzeigersinn: Christine Ax, Marina Hämmerle, Christine von Weizsäcker, Lucia Degonda
prolog2.jpg:
v.l.n.r.: Georg Hoanzl, Otto Kapfinger, Alfred Zauner, Harm Lux, Christine Ax, Christine von Weizsäcker

(Copyright: vai, Abdruck honorarfrei zur Berichterstattung über das Vorarlberger Architektur Institut vai. Angabe des Bildnachweises ist Voraussetzung.)



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