Reise mit achtfacher Wahrnehmung zum Auftakt des Projekts ANTIPODIUM
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Pressemeldung von:
Vorarlberger Architekturinstitut vai
Prolog definierte Kernthemen für
Symposienreihe des Vorarlberger Architektur Instituts Wichtige Zukunftsthemen im Spannungsfeld von Architektur und Gesellschaft definierten die acht TeilnehmerInnen des Prologs zum Projekt ANTIPODIUM des Vorarlberger Architektur Instituts vai. Die Themen sollen in den kommenden Jahren in einer Symposienreihe weiter vertieft werden. Das vai will mit dem Projekt neue Impulse für die Architektur auf regionaler wie europäischer Ebene anregen. Vier Tage lang waren acht Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur und Architektur
beim Prolog zur Symposienreihe ANTIPODIUM durch Vorarlbergs Talschaften unterwegs. Sie erhielten einen vielgestaltigen Einblick in Architektur, Raum und Gesellschaft der Region.
Unterschiedlichste Milieus wurden von ihnen „ergangen“, industrielle und bäuerliche Strukturen erfahren, Einfamilienhäuser des Bürgertums und Ortskerne mit hohem Migrantenanteil erlebt. Die Prolog-Teilnehmer besuchten Bauten für den Tourismus, Orte mit historischem Rückgrat und Orte der Kaufkraft und suchten das Gespräch mit Handwerkern, Bewohnern, Planern und Leistungsträgern der new economy. „Mit ihrem spezifischen Hintergrund, ihrem Wissen und ihren Erfahrungen konnte jeder Einzelne Sichtweisen einbringen, die wesentlich für die geplanten Symposien sind“, betont vai-Direktorin Marina Hämmerle. Fünf wichtige Themen kristallisierten sich im Laufe der Diskussionen als wesentlich heraus: Zeiträume: Wie gehen wir mit Traditionen um? Wie können die erhaltenswerten Qualitäten, Kultur, Natur und Traditionssinn als Ressource nachhaltig gestaltet und in Zukunftsbilder überführt werden? Welche Impulse können wir setzen, um einer Verflachung entgegen zu wirken? Was darf Vergangenes sein, wo liegt Zukunftsträchtiges? Sozialer Raum: Wie sehr basiert unsere „Baukultur“ auf der Kraft einer privilegierten Teilgesellschaft? Wie kann auch dem Schwachen und Fremden Raum gegeben werden? Hat das klassische Einfamilienhaus noch seine Berechtigung? Wann reagieren unsere Siedlungsstrukturen auf die derzeitigen sozialen Strukturen? Wo bleiben Lernräume, gestaltbare, undefinierte Räume? Widerstandskulturen beleben: Wo gibt es im „Erfolgsmodell Vorarlberg“ Abbrüche, wo bleiben gewisse Gruppen benachteiligt? Was muss sich ändern, weggeräumt werden, um Kreativität und Zukunftsfähigkeit entstehen zu lassen? Zukunftsbilder kommunizieren: Was kann, ohne zu einer neuen rigiden Norm zu werden, als Vorbild wirken? Wie sehr zählt das Individuum und wie sieht heute Gemeinschaft aus? Wie können Räume Gemeinschaftsbildung beeinflussen? Perfekt versus Provisorisch: Führt Perfektion zur Erstarrung? Wo bleiben Räume der „Wildnis“ zwischen diesen scheinbar perfekten Orten? Was bedeutet Flexibilität wirklich? Evolution und Prozesshaftigkeit passiert in Randzonen. Wer wird an diesen Prozessen beteiligt? Wie kann eine Kultur des Zuhörens ohne Bevormundung und ohne Überforderung entstehen? Diese Fragestellungen liefern dem Vorarlberger Architektur Institut vai wesentliche Ansätze für die Konzeption und Erarbeitung des Projekts ANTIPODIUM. „Die Themen sind eingebettet im Spannungsfeld Individualität–Gemeinschaft. Der Schwerpunkt für das erste Symposium wird nach Rückkoppelung in der Steuerungsgruppe des vai definiert werden“, beschreibt Marina Hämmerle den weiteren Verlauf des Projekts. Geplant sind beim Projekt ANTIPODIUM nun drei jeweils zweiwöchige Symposien – voraussichtlich in den Jahren 2007, 2009 und 2011. Sie sollen „Festival- und Studiencharakter zugleich“ haben. Der Ort dafür wird biennal aufs Neue von StudentInnen internationaler Hochschulen geschaffen und manifestiert die Thematik des jeweiligen Jahres. Das vai will mit dem Projekt ANTIPODIUM sowohl ein internationales Fach- als auch an ein breites öffentliches Publikum ansprechen. FAKTEN A N T I P O D I U M Veranstalter: Vorarlberger Architektur Institut vai Ablauf: Prolog Sommer 2006 1. Akt Sommer 2007 2. Akt Sommer 2009 3. Akt Sommer 2011 Epilog Frühjahr 2012 Konzeption: vai Finanzierung: vai mit Unterstützung des Landes Vorarlberg, des Bundeskanzleramtes und der Privatwirtschaft. Prolog Dauer: 31. August – 3. September 2006 TeilnehmerInnen: Christine Ax D Philosophin, Unternehmerin, Handwerksforscherin Lucia Degonda CH Fotografin Marina Hämmerle A Architektin GF vai Georg Hoanzl A Kulturmanager Heiner Keupp D Psychologe Otto Kapfinger A Architekturkritiker Harm Lux NL Kurator Christine von Weizsäcker D Biologin Technikfolgenabschätzung Moderation: Alfred Zauner A Organisationsberater Route: Unteres Rheintal / Rheintal Walgau / Montafon Klostertal Lech / Lechtal Bregenzerwald Rückfragehinweis für die Redaktionen: Vorarlberger Architektur Institut vai, Marina Hämmerle, Tel 0043/699/15116901, Mail mh@v-ai-i.at Nina Kaltenbrunner Pzwei. Pressearbeit, Plattenstraße 5, A-6900 Bregenz T +43 5574 44715, F +43 5574 44715 10, Mail nik@pzwei.at, www.pzwei.at Bildtexte: Das Spannungsfeld zwischen Architektur und Mensch untersuchen die TeilnehmerInnen am Prolog zum Projekt A N T I P O D I U M des Vorarlberger Architektur Instituts vai. prolog1.jpg Im Uhrzeigersinn: Christine Ax, Marina Hämmerle, Christine von Weizsäcker, Lucia Degonda prolog2.jpg: v.l.n.r.: Georg Hoanzl, Otto Kapfinger, Alfred Zauner, Harm Lux, Christine Ax, Christine von Weizsäcker (Copyright: vai, Abdruck honorarfrei zur Berichterstattung über das Vorarlberger Architektur Institut vai. Angabe des Bildnachweises ist Voraussetzung.)
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